Häutung

Was für eine Überwindung jeden Morgen. Diese Tage. Aufstehen nach 6 ½ h Schlaf. Für andere Luxus, für mich 1 h zu knapp. Aber beim Sport, gleich die ersten Minuten, fühlt es sich wieder gut an. Aufraffen, anfangen. Nicht so, wenn ich ausfallen lasse. Aufgeben.

Heute wars gut!

Gestern Abschlussfest in der Schule vom Kind. Ehrgeizig Völkerball gespielt. Die Lehrerin hat die Eltern gewinnen lassen. Es war knapp. Die Ferien gehen heute los.

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Heute sollte ich übers Dienen schreiben. So hatte ich es mir vorgenommen. Nun fühlt es sich wie nachgeben an. Aber ich schreibe ja.

Mir ist klar geworden, dass unsere mtc, die Firma in der arbeite, keine 11 Jahre als ist. Es gab Wendepunkte: 2010, nach vier Jahren der erste. Die Firma häutete sich, wandelte sich grundlegend. 2014 noch einmal, nach weiteren vier Jahren. Wieder eine Häutung, wieder grundlegender Wandel. Wiedergeburt.

Mit dem Wandel, den ich bei mtc sehen, fühlen, erinnern kann, ging der persönliche Wandel einher. Loslassen. Veränderung. Häutung. Wachstum.

Es macht wirklich Spass, es ist wirklich wunderschön, die heutige mtc zu sehen, mit arbeiten zu dürfen. Und ich hab wirklich Angst, dass alles nur eine Illusion, ein Traum, morgen vorbei ist. Die zwei Seiten der gleichen Medaille! 🥇

Heute meditier ich im mtc Dojo!

 

Rhythmus

Istanbul, 7:28, Tag 821

Heute Nacht bin ich eine Waldschneise entlang gerannt. Bis ich nicht mehr konnte. Und dann musste ich weiter. Die Schwäche anderer trieb mich an. Die Beine waren so schwer und wollten sich kaum bewegen. Wir kamen an. Ein Cafe, ein runder Tisch, Frühstück? Nein, wieder nur eine leicht bizarre Szene voller menschlicher Interaktion rund ums Sitzordnung, Essensauswahl und Servicegeschwindigkeit. Ich wachte leicht auf. Die Sonne war schon aufgegangen, die Stadt voller Nebel.

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Wollte eigentlich noch eine Woche länger in Berlin bleiben, aber der kommende Feiertag, der noch nahe Jahrestag und meine Vorstellung, also mein Wunsch, meinen Job auch remote, nur mit dem Laptop auszuführen sowie relativ günstige Flugpreise haben dafür gesorgt, dass ich gestern in den Flieger stieg.

Ein schöner, ruhiger, verspäteter Flug in einem nagelneuen A321. Diesmal mit Sperrgepäck, weil meine Kleene unbedingt mit einer Meerjungfrauenmonoflosse schwimmen möchte. Zum Glück problemlos, am super überfüllten aber grossartig schnell funktionierenden Flughafen hier.

Die Balance oder eher der Rhythmus meines Lebens beschäftigen mich gerade.

Die Wechsel und die Übergänge interessiere mich: beim Ein- und Ausatmen, beim Hin und Herfliegen, beim Arbeiten und in der Familie, mit anderen und mit mir selbst, zwischen Tag und Nacht, bei Start und auch bei der Landung.

Die Nahstellen wirken so anziehend, sie interessieren mich einfach. Geht es um Geburt und um Tod, um Manifestation und Resignation?

Dabei entsteht doch nichts Neues! Alles wandelt sich immer nur.

Erst unsere Wertung, unsere Vorstellungen erzeugen dieses attraktive Gefühl von gut, neu, jung, schön und auch die von schlecht, von alt oder hässlich.

Uns zieht es zur Geburt. Uns stößt der Tod ab.

Aber für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Sonnenaufgang und -Untergang. Es ist ein ständiges Drehen um sich selbst, miteinander, umeinander, dabei unerbittlich und immer wunderschön.

Nun schreibe ich aber nicht mehr darüber, warum Leidenschaft ein Ergebnis unseres Handelns ist und nicht die Ursache. Weil ich jetzt Pfannkuchen brutzele. So!

Wünsch Euch einen erholsamen Samstag!

Jm Weltall geht nicht’s verloren. Es ist alles nur Wandel.

Berlin, 6:27, Tag 626

Heute Nacht habe ich natürlich geträumt und ich hätte den Traum auch festhalten können, nur ich wollte nicht.

Es regnet hier gerade und es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren. Dabei bin ich gerade aufgestanden. Der gestrige Tag war wieder sehr intensiv, vormittags bestimmten die noch andauernden Einkaufsverhandlungen. Dann ein spontanes Mittagessen mit einem unserer langjährigen externen Mitarbeiter, mit denen wir ja ebenfalls verhandeln dürfen. Ich hatte vorher beschlossen: keine Spielchen, einfach alles(!) offen legen und unsere Bedürfnisse in der Zusammenarbeit klar benennen.

Und ich wurde belohnt. Wir haben verhandelt und es hat auch hier Spass gemacht. Das Feedback, das wir uns gaben und die Ideen, die wir in den nur 50m entwickelten, euphorisierten mich regelrecht: SEMCO, der mich vor 10 Jahren schon gefunden und extrem begeistert hat, die Diskrepanz beim Wollen und Sein, also eigentlich Leadership und ein gegenseitiges Sehen… bei Tomatensuppe und Spargelauflauf im Felix, schön!

Dann wurde es etwas schwieriger. Wie soll ich das beschreiben? Ich habe es noch nicht verdaut und verstanden, was genau passiert ist.

[… und wenn ich das verstanden hab, zeig ich Euch den Text wieder, der hier mal stand]

Ich suche sehr gerne im Aussen nach einer Lösung für meine Probleme. Immer schon. Ich lese ein Buch, führe ein Gespräch, bin auf einer Konferenz, lese im Netz und bin überzeugt, dass das was dort geschrieben steht, bei uns passt: und adaptiert werden kann. Ich bin schnell im Vergleichen und im Finden von Gemeinsamkeiten: Ja, genau wie bei uns! Die haben das so gemacht und dann ging es besser! Das müssen(!) wir jetzt auch bei uns machen! 

Und genau das ist meine Suche nach Abkürzungen! Das ist meine Suche nach der einfachen Antwort für schwierige Fragen und meinem Drang nach schwierigen Lösungen auf einfache Fragen. Dabei weiss ich doch, dass Abkürzungen nicht funktionieren. Alles braucht seine Zeit. Alles hat seine Zeit. Ich kann die Zutaten bestimmen, ich kann die Bedingungen bestimmen, aber wenn ich das erledigt habe, dann braucht es auch Vertrauen oder Glaube und manchmal ein wenig Glück, dass die richtigen Dinge reifen und sich in die richtige Richtung entwickeln. Jaaa!

Nach langen 14h unter Spannung bekam ich dann meine Belohnung für den langen Tag in meiner Küche: die beste Pasta seit Ewigkeiten im Molinari.

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Mein Abendspaziergang über den Friedhof an der Bergmannstrasse führte dann zu unglaublichen Neuentdeckungen:

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Wünsch Euch einen grossartigen Tag mitten im Wandel.

Update: versucht, noch etwas abstrakter zu schreiben…

Update II: Mittelteil erst mal rausgenommen…