Meine drei Schritte gegen Süchte…

Silivri, 7:42, Tag 315

Heut ein wenig länger geschlafen, ein wenig länger meditiert und zack, ist es fast um 8. Aber nach diesem Traum, war das auch nötig. Habe wieder gefühlt die ganze Nacht voll durchgeträumt, einen zusammenhängenden Fortsetzungsroman über Stunden. Erst in einem Hotel, habe nur die üblichen Flure, dicken Teppiche, Räume und Betten noch in Erinnerung und ein sehr spätes Zubettgehen nach einer Party, es war 5 Uhr und wurde schon hell. Ich wollte nur kurz ruhen und gleich zeitig um 6 oder 7 wieder aufstehen.

Dann verschlug es mich in eine Stadt, an eine Hafeneinfahrt. Dort lag ein alter Bunker im Wasser, eine Sehenswürdigkeit, besucht von Touristen, umfahren von Booten. Und den konnte ich kaufen, durch eine glückliche Fügung des Schicksals auch wirklich nur ich. Ein Freund war dabei und analysierte die übermässige Wandstärke und dass man nichts wirklich damit anfangen könne, was mir egal war. Dieser Bunker, das Ding, würde mein Durchbruch, damit könnte ich es schaffen. Ich sah die Treppen in den Untergrund, es kam eine Delegation hochwichtiger Menschen aus dem Hotel von vorhin, und umfuhr den Bunker, ergründete seine Geschichte, diskutierte Businessmodelle und ich, als zukünftiger Besitzer, war immer dabei. Leider wachte ich vor Unterzeichnung des Kaufvertrages auf…

Achtsamkeit erzeugen…

Ab und zu lese ich Leo Babautas Blog zenhabits.net. Er gehört seit den Anfangstagen meines Bloglesens irgendwie immer mit dazu. Wenn ich mich recht erinnere, bin ich über sein Buch „The Power of Less“ gestolpert. Das muss so etwas 2006/7 gewesen sein, als das alles bei mir etwas Fahrt aufnahm. Neben Leo sind da noch andere Lebenshilfe- und Ratgeberblogs in meinem Reader: Think Simple Now, The Art of Non-Conformity oder auch Dumb Little Man. Gerade habe ich wieder mal Tim Ferris beim Wickel, dessen Blog The 4-Hour Work Week ich seit seinem #1 NY Times Bestseller und den danach folgenden Experimenten in Lifestyledesign nun auch schon seit 2007 folge.

Für mich waren diese Blogs damals ein perfekter Einstieg in den Ausstieg. Jeden Tag gab es neue Tips und Anregungen, was ich in meinem Leben verändern, zum positiven verändern, kann. Das ist auch heute noch so. Wenn ich mir das aktuell anschaue, scheint die Liste der 10 Tips für… einfach endlos weiter gegangen zu sein. Ich habe das Gefühl, dass diese Blogs sich endlos wiederholen oder aber eine Marketingplattform für die ein, zwei, vielen Bücher der jeweiligen Autoren sind.

Eben habe sogar ich hier -beim müden Blogger Johnny Häusler- gesehen, dass er an seinem zweiten Buch schreibt und ahne, dass damit sein Spreeblick nun auch irgendwie zur Buchvermarktungsmaschine umgebaut wird. Was ja irgendwie auch Sinn macht. Ein Buch erzeugt viel einfacher Einnahmen, als ein Blog das tun kann. Vor allem erzeugt das Buch auch Einnahmen, wenn man nicht mehr jeden Tag bloggt. Und die Leser des Blogs können dem Autor durch den Kauf des Buchen ganz leicht und einfach etwas Gutes tun, ohne das komische Spenden-Wohltägigkeitsgefühl, wenn man flattert oder paypalt. Auch ohne die nervige Belästigung durch Werbung an jeder freien Stelle des Bildschirms, die dazu ja meist kontextsensitiv ist, was zu den peinlichsten Kombinationen führen kann. Oder auch ohne das Querfinanzierungsdilemma, welches ebenfalls bekannt ist als das Das Schreiben ist meine Leidenschaft Phänomen.

Wenn man nun diesen Blogs eine Zeit lang folgt, ahnt man irgendwann das Grundrezept, die Kernidee, die dahinter steckt und man wähnt sich dem scheinbaren Erfolg des jeweiligen Autors auf der Spur. Das weitere Lesen kann diese Ahnungen meist festigen oder seltener ändern. Aber nach einer Weile langweilen mich die meisten solcher Ratgeber enorm! Einzig Tim Ferris schafft es aktuell noch, mich mit seinen persönlichen Weiterentwicklungen zu interessieren: erst 4 Stunden Arbeitswoche, dann 4 Stunden Körper, nun 4 Stunden Koch. Die Blogbeiträge dazu sind weit gefächert und nicht nur eine Wiederholung der Thesen der Bücher, und Werbung für diese ist klar im Titel erkennbar.

Ok, das war jetzt ein etwas längerer Umweg nun zu meinem eigentlichen Thema heute. Als ich bei Leo eben über 20 Simple Strategies for Getting Healthy drüberflog, sind mir zwei Dinge aufgefallen:

Das Erste habt ihr eben schon gelesen: die stetige Wiederholung der Thesen, um für stets die gleiche Leserschaft attraktiv zu bleiben, also für die Arnes vor 5-7 Jahren. 😉 Nein, eigentlich ist mir klar geworden, dass allein durch die Beschäftigung mit dem Thema, also das Lesen solcher Blogs, eine Aufmerksamkeit erzeugt wird, die nötig ist, um etwas verändern zu können. Dies führt zu Achtsamkeit, darüber was passiert, was möglich ist und wie es Menschen dabei geht oder ergangen ist.

Das Zweite, was mir sofort ins Auge fiel, aber ist sein Tip 15 mit „Trinke Rotwein“.

15. Drink red wine. One or two glasses of red wine can be very healthy, and can add some pleasure to your new healthy lifestyle. I’m a believer in making a healthy lifestyle one that you enjoy, so add healthy foods you love, activities you enjoy, a mindful tea ritual, and an end-of-the-day wine ritual.

Verbindungen verstehen… 

Ab und zu habe ich hier schon mal geschrieben, dass ich seit etwa März 2009 keine Zigaretten mehr rauche und auch keinen Alkohol mehr trinke. Damals habe ich aufgehört mit meinen täglich ein, zwei -ach so gesunden- Gläsern Rotwein, um nicht auf irgendeiner Party nach drei oder vier Gläsern immer noch gesundem Wein, doch schon halb betrunken wieder eine Zigarette bei Freunden zu schnorren. Ich wollte nach dem dramatischen Lungenkrebstod eines meiner Freunde in meiner Trauer einfach nicht mehr rauchen. Bei jeder zweiten Zigarette erinnerte ich mich an ihn und sein Leiden.

Das was mir am dann meisten dabei geholfen hat, den Wunsch Aufzuhören auch umzusetzen, war ein Text von Thich Nhat Hanh, der so in keinem dieser Ratgeberblogs vorkam.

Mindfulness is the key. Whenever we are smoking, we practice mindfulness in order to know that we are smoking. Our mindfulness of this habit energy will grow deeper every day, and we will see that we are destroying our lungs, our health, and the people we love. We realize that looking after ourselves is also looking after our loved ones. Then we will make the decision to take care of our body-for their sake as well as our own. Mindfulness encourages these kinds of insights.

Drinking is another habit energy. Perhaps every time we feel sad we drink a glass of wine in order to forget our sadness. With mindfulness, each time we raise our glass we say, I know that I am drinking a glass of wine. When our mindfulness is stronger, we will be able to say, I know that I am sad, when we drink wine. As our insight grows and we see more deeply the sadness behind our habit energy of drinking wine, we will be able to begin to transform the seeds of sadness in ourselves.

Nach dem Lesen dieser beiden Abschnitte aus dem Buch Transformation at the Base, hat es in meiner Erinnerung, heute zurückblickend, deutlich Klick gemacht. Hier entstand die Verbindung von: Aufmerksamkeit und der Erlaubnis, weiter zu rauchen und trinken, bis die Einsicht in die Gründe und Auswirkungen dieser Gewohnheiten gross genug geworden ist.

Nur heute nicht…

Es gab zuvor eine Phase in meinem Leben, in der ich ganz sicher zu viel Alkohol getrunken und zu viele Zigaretten geraucht habe. Mein Freund Tony gab damals mir den Rat, mich mit den AA zu beschäftigen, ein anderer hat mir zu einer Entzugsklinik geraten, denn die Abhängigkeit von Zigaretten sei stärker als die bei Kokain. Oje, es schien also unschaffbar, ohne diese radikalen Schritte, dieses Aufgeben, dieses Zugeständnis: ich bin krank, aufzuhören? Aber ich habe das nicht gekonnt, ich wollte das nicht wahr haben. Es war vielleicht so, dass ich krankt war, vielleicht aber auch nicht.

Gefühlt zumindest, war ich nicht abhängig, nur ein klassischer, weit verbreiteter Gelegenheitstrinker. Jeder in meinem Umfeld damals (bis auf Tony) trank doch so. Mal mehr oder weniger. Ein, zwei Gläser Rotwein sollen doch wirklich gut für die Gesundheit sein. Nur ein Glas zum Anstossen. Wie kann man dem widerstehen?

Und es war genau so, wie Leo das in seinem Tip 15 schreibt, die Gläser Rotwein waren mein Tagesausklangs-Ritual, meine Freude, die ich liebte. Zum Abendessen ein Glas Rotwein, danach beim Gespräch, Laptop oder Fernsehen das zweite, für die nötige Bettschwere, wie angenehm und wohlschmeckend. Obwohl, dann doch die Flasche oft geleert wurde (wird doch so schnell schaal), konnte ich mir doch alle paar Monate beweisen, dass ich tagelang keinen Alkohol trank und keinerlei Entzugserscheinungen hatte. Auch konnte ich während meiner jährlichen Meditationswochen sogar eine ganze Woche lang keinen Alkohol trinken und keine Zigaretten rauchen, und die Auswirkungen hielten sich Grenzen.

Auch zu den AA habe ich es nie geschafft, aber ich habe mir deren Webseiten durchgelesen und versucht, zu verstehen, was deren Prinzipien sind.

Der „Neuling“ lernt, den Alkohol nur für den heutigen Tag stehen zu lassen. Anstatt dem Alkohol für alle Zeiten abzuschwören oder sich Sorgen zu machen, ob er morgen trocken bleiben kann, konzentriert sich der Alkoholiker darauf, jetzt und heute nicht zu trinken.

steht dort irgendwo und damit hat es das zweite Mal Klick gemacht. Ich brauchte also nur die nächste Zigarette nicht zu rauchen? Das war einfach! Das alles zusammen hat mir sehr geholfen, diese Gewohnheiten zu ändern. Ich wollte diese drei Elemente schon ewig mal in einem Post zusammen beschreiben.

Kurz zusammen gefasst, mit diesen drei Punkten habe ich es geschafft, nicht mehr zu Rauchen und keinen Alkohol mehr zu trinken:

1. Achtsamkeit erzeugen… durch Lesen die Rituale und Gewohnheiten, die man ändern möchte, offenlegen: wie viel, wann trinke, rauche ich, etc.?

2. Verbindungen verstehen… zwischen anderen, weiteren Gewohnheiten: wenn ich trinke, rauche ich gerne?

3. Nur heute nicht… das nächste Glas trinken, die nächste Zigarette rauchen!

Erste Eindrücke von Beirut…

Beirut, 8:32, Tag 271 (noch 93 Tage)

Geträumt von einer Party, alle übernächtigt, keiner weiss mehr, was passiert ist. Zum Erholen geht’s nach oben, viele Treppen, ich laufe hinterher, wird schon alles richtig sein.

Es ist heiss in Beirut! Die Stadt lebt nachts mehr als tagsüber. Es ist eine Autostadt. Unser Hotel für die erste Zeit ist in einer Nebenstrasse der Hamra Street, einer sehr belebten Strasse echt mit Starbucks, Dunkin Donuts und sogar einem H&M. Grad sitz ich in Caribou Caffee, einem Starbucks Clone um die Ecke.

Gestern am Nachmittag ein langer Spaziergang nach der Besichtigung unserer vorher organisierten Apartments. Der Eigentümer eines 8 stöckigen Hauses, Pierre, zeigte uns seine Wohnungen. Er war sehr stolz, fast überheblich. Das erste hatte zwar einen tollen Ausblick, lag direkt über seiner eigenen Wohnung, war aber noch verdreckter und verfallener als das zweite, in einem kleinen Häuschen mit netten Amerikanern als Nachbarn. Nur soviel noch, wir suchen die nächsten Tage hier erst mal weiter, obwohl das Häuschen ginge vielleicht.

Ich bin Nachts noch mal los ans Meer gelaufen, das war sehr schön. Fühlen uns hier sicher, die Menschen sind alle freundlich, alle sprechen gutes Englisch. Es gibt verhältnismässig wenige Touristen. Ok, abends hier auf der Hamra Street sind schon einige unterwegs. Aber trotzdem, sie dominieren nie das Strassenbild.

Drei Reisetips zum Merken, erstens zur Fortbewegung. In Beirut bewegt man sich mit dem eigenen Auto oder Taxis, Busse habe ich noch nicht erkannt. Wenn ich richtig vermute, sind das mehr Kleinbusse, die überall halten und keinerlei Beschilderung für die Route haben. Beim Taxi gibt es zwei Modi: den Taxi Modus und den Service Modus, in dem noch weitere Fahrgäste auf dem Weg zum Ziel aufgesammelt werden dürfen und der nur 20% der normalen, exclusiven Fahrt kostet. Also: immer Service sagen, sonst kostet die 10-minütige Fahrt 10 statt 2$, aber erst nach dem Einsteigen, da die Fahrer auf unsere Frage Service? einfach immer mit Taxi? antworten.

Dann zweitens Internet. Es gibt eigentlich überall WLAN’s, die allerdings fast alle von IDM verwaltet werden. Man kriegt an der Kasse der Cafes kleine Schnipsel mit User/Passwort. Ich hab mir gestern aber noch zwei lokale SIM Prepaid Karten geholt, damit Seda und ich uns erreichen können in den nächsten drei Wochen, wenn sie ihr Praktikum macht. Dort sind 250MB pro Monat inclusive, die ich hier nur für die Orientierung und Foursquare nutzen werde, die Background Daten im Android kann man zum Glück abschalten! Und dazu noch fürs Laptop eine reine 3G-Datenkarte von alfa. Wir habe von den Amerikanern, die das Geld für ihr Leben hier im Netz verdienen, gehört, dass alfa zwar etwas teurer ist, aber die etwas bessere Netzabdeckung hat. Die Alternative wäre mtc touch, was mir vom Namen her ja sehr sympathisch ist. Die Kosten bei alfa für 500MB sind 20$ und einmalig 40$ für den USB Stick. Die Prepaidkarten kosten auch 40$ das Stück, sind dann aber schon mit ausreichend Frei Minuten/SMS für unseren Bedarf ausgestattet.

Zum Schluss noch Geld: ec-Automaten habe ich noch nicht gefunden, mit Kreditkarte kann man aber teuer Cash am Automaten bekommen, das funktioniert. Und für einen Dollar gibt es 1.500 libanesische Lira/Pfund, das ist etwas anstrengend zum Umrechnen. Aber man kann überall mit amerikanischen Dollar oder dem libanesischen Pfund bezahlen, die Kassen in den Restaurants drucken beides auf die Quittung und selbst die Taxifahrer können in beiden Währungen wechseln. Die Preisunterschiede sind zwar enorm, aber generell ist mein Eindruck, dass sogar hier im Zentrum alles weitaus günstiger ist, als in Istanbul oder Berlin.

So, und mit ein paar ersten Bilder von gestern verabschiede ich mich…

leicht lächelnd aus Beirut für heute von Euch!

Meine Tips zu Meditation

Bergmannkiez, Berlin, 7:23, Tag 58

Heute habe ich vom Wasser geträumt, bin Speedboot gefahren (kenn ich nur aus Filmen bisher!) und zwar so wirklich echt, mit allem drum und dran, der Beschleunigung, der Gischt, den Geräuschen, der Vibration, dem Fahrtwind und ich konnte die Geschwindigkeit in mehreren Stufen ins sehr, sehr Schnelle steigern und bei jeder Stufe kamen neue Eindrücke hinzu. Dann eine weitere Bootsszene, die allerdings bereits verschwimmt, es ging mehr um die Beziehung zu den Personen, ein langsames, mühsames Leiter klettern, auf dem Bootsdeck stehen und sich unterhalten.

Bin heute müde, irgendwie auch unruhig, gedankliche Reisevorbereitungen, ausstehende Entscheidungen, ein paar viele Todos auf der Liste, auch ein paar neue als Folge von Unachtsamkeiten und dann doch auch wieder starke Reflektion, viel Distanz, Ruhe und Gelassenheit.

Na dann, heute vielleicht ein paar Hintergründe zu meinem Zazen. Ich schaffe es aktuell, wohl auch wegen meinem Tagebuch hier, täglich nach dem Aufstehen ob in Istanbul, hier in Berlin oder auch im Hotel auf Reisen mind. 20 Minuten eine Sitzmeditation durchzuführen. In Berlin oder Istanbul habe ich mir dafür hier Sitzkissen gekauft, lege eine Decke oder abgeschnittene Schaumstoff Iso-Matte  für die Knie unter. Im Hotel setze ich mich einfach in den Sessel oder auf einen Stuhl, lehne mich aber nicht an. Im Flugzeug geht das auch gut, dort achte ich aber darauf, weil man sich nicht nicht anlehnen kann, dass zumindest mein Kopf nicht anlehnt. 😉

Auf den Kissen sitze ich in einer Form des sogenannten Diamant Sitz. Mir schlafen zwar auf niedrigen Sitzkissen öfter dabei die Beine ein, beim Sitzen über 40 Minuten werden die Beine auch ganz schön steif, so dass das Aufstehen schwer fällt. Ganz ohne Sitzkissen ist dieser Sitz für mich anstrengend, weil mir die Beine dabei sehr tief einschlafen. Wenn mir irgendwas weh tut oder unangenehm ist, verändere ich es einfach während der Meditation. Ich stehe auf und gehe ein paar Schritte, ich versuche aber die Konzentration aufrecht zu erhalten, also alles sehr ruhig und langsam, eben mit Achtsamkeit zu tun und nicht im Autopiloten.

Dann, seit ich ein iPhone habe, stelle ich den Time dort vorher auf die gewünschte Minutenzahl ein. Ich habe als Klingelton den ZenGong hier als Download oder zum direkt anhören. Das ist meine Glocke der Achtsamkeit, die daran erinnern soll zum Atem, zu mir selbst zurück zu kehren.

Die Meditation selbst ist in meinen Augen äusserst unspannend, einfach sitzen und beim Einatmen 1 und beim Ausatmen 2, beim Einatmen 3 und so weiter bis 10 zählen und dann wieder von vorne anfangen. Immer wenn ein Gedanke auftaucht, der mich vom Zählen ablenkt – ich also bemerke, dass ich nicht mehr zähle, fange ich wieder von vorne an. So habe ich Tage, an denen ich nicht über 2 oder 3 hinweg komme, an anderen Tagen erwische ich mich, dass ich bis weit über 10 hinaus, einmal sogar bis 52, weiter gezählt habe. Die Gedanken, die auftauchen, versuche ich nicht zu werten oder ihnen nachzugehen oder an ihnen hängen zu bleiben, was auch nicht immer gelingt. Es gibt Tage an denen ich während der Meditation quasi konzentriert Themen abarbeite und ToDo Listen erstelle oder Gespräche vorbereite. Ich beginne zumindest immer mit dem Zählen des Atems und ich versuche immer, die voreingestellt Zeit dann auch sitzen zu bleiben.

Zu Beginn meiner Meditationspraxis vor sechs Jahren war dies das größte Problem, das Durchhalten der 10 oder 20 Minuten, das nicht eher Abbrechen. Die Unruhe, der Widerstand, die entstehen, wenn man nur sitzt und nichts tut, nur seine Gedanken hat und nur seinen Atem zählen soll, können sehr stark werden. Mit andauernder Übung fällt das dann leichter und leichter. Deshalb gilt für Anfänger die Regel, nur mind. täglich 2 Minuten zu sitzen… dann sind die positive Effekte der Meditation schon „messbar“.

Ebenfalls sehr geholfen haben mir in der Anfangsphase mein Freund Tony, der mich regelmässig an die Meditation erinnerte, mich ausfragte, sich sehr interessierte für meine Erfahrungen mit oder ohne Mediation und wann immer es möglich war, mit mir gemeinsam meditierte. Ebenfalls entscheidend sind die jährlichen Retreats im Frühjahr: von Tony initiierte einwöchige Meditationsreisen, die mir immer einen starken Schub, Motivation und auch Erfahrung gegeben haben. Dazu kommt, dass wir vor etwas über 3 Jahren im Büro eine kleine Mediationsgruppe gegründet haben, bei der wir einmal in der Woche morgens zusammen 20 Minuten meditiert haben. Die ist zwar wieder eingeschlafen, aber dieses Zeit des wöchentlichen gemeinsamen Termins hat auch dazu beigetragen, dass ich nun selbst täglich meditiere. Dazu kamen dann aber auch noch jede Menge Bücher vor allem von Thich Nhat Hanh, die dazu ebenfalls einen grossen Teil beisteuerten.

So, das sollte es es jetzt mal gewesen sein – ein spontan aus der Hüfte geschossener Artikel zur Art und Weise und etwas zur Geschichte meiner täglichen Meditation.

Mit einem etwas anderen Bild vom 2008er Retreat und Rømø’s tollem endlos breitem Sandstrand mit auflaufender Flut und einem Lächeln verabschiede ich mich heute in den Mittwoch.

Meine 10 MustDo’s für Istanbul

1

Ein Abendessen mit osmanischer Live Musik und vollem Leben
in Kumkapi:

Kumkapi

2

Clubbing im Reina oder Angelique:

3

Lange Badehosen kaufen in der schönsten, größten, neuesten Shopping Mall von Istanbul, dem: Istinyepark

Isteniyepark

4

Die langen Badehosen dann an einem Tag am Pool in Mitten des Bosphorus anziehen: Suada

5

Abendessen in einem Fisch oder Kebap Restaurant wie zum Besipiel dem: Eftalya oder dem Günaydın.

Nachtisch im Günaydin

6

Stundenlang türkisch Frühstücken in einem Frühstückslokal in Bebek.

7

Mit einem Feriboot von Besiktas auf die asiatische Seite übersetzen.

Feribot

8

Die Funikular (Standseilbahn) vom Taksim Platz nach Kabatas nehmen, dann mit der Strassenbanhn bis zum Topkapi Bezirk.

9

Blue Mosque, Topkapi Palace und die Yerebatan Sarnıcı besichtigen.

10

Einen goldenen Ring/Armreif/Ohrringe im Grand Bazaar kaufen und sich dabei Tee/Turkish Coffee servieren lassen.

How To Demo Your Startup Part Two

Hier nun ein Teil II zu dem bereits hier verlinkten Artikel auf www.techcrunch.com über Tips, wie StartUps und auch andere Firmen am besten Ihre Produkte und Services vornehmlich auf Konferenzen an die Frau und den Mann bringen. Hier wieder – wie beim ersten Teil – vorweg eine kurze übersetzte Zusammenfassung:

11. Zeigen, nicht erzählen
Küss das Mädchen einfach und schau danach in ihre Augen und Du weisst, ob Du gut warst, ohne: „Ich werde Dich gleich küssen; Ich küsse Dich jetzt; Ich hab Dich grad geküsst“

12. Einbeziehen über Wortwahl
„Wir laden jetzt das Video hoch“ statt: „Sie können hier Videos hochladen“

13. Ein Fahrer + Ein Navigator
Einer spricht über, ein anderer zeigt das Produkt

14. Bei technischen Problemen
NIEMALS: „ohh, der Browser ist abgestürzt“, sondern erzähle eine Anekdote: „Während der Browser neu startet, erzähl ich Euch …“

15. Ein guter Start
Top: mit einer persönlichen Geschichte, 2. Top: zeige das Problem, 3. Zeige das Produkt, 4. Entertain (die schwerste Variante)

16. Ein schlechter Start
Lebenslauf, Markt, Wettbewerb … kommt später, wenn das Produkt geil ist

17. Das Produkt drei bis fünf mal beschreiben
mit 10 Worten, dann 6 Worten, dann 4 Worten, … – die Chance ist hoch, dass eines davon hängen bleibt.

18. Ändere die Tonlage/den Stil während der Präsentation

Das war die Zusammenfassung, hier nun der Orignaltext von TechCruch:

Last week, I camped out at Sequoia Capital on Sand Hill Road and did rehearsals with most of the 50 companies that are presenting–in fact, launching–new products at the TechCrunch50 event next week. These 50 represent the top 5% of the companies that applied to our demo-style event. Truth be told, the top 150 companies were all qualified to be on stage–if only we could have a five day event with two tracks. -)

These are the best of the best, and most of them came into “first rehearsal” with a demo that I would rate a seven out of ten. (Yes, I’ve come up with a rating system for these presentations, but that’s another email).

Actor Ashton Kutcher did his rehearsal last week, and I have to say it was kind of ironic to be sitting there giving presenting advice to someone who’s been in, and created, a large number of movies and TV shows. As an actor, Ashton obviously has the ability to draw you in, but presenting a product in this format is a very, very specific skill. He picked it up quickly.

After coaching hundreds of folks over the past two years, I’ve developed 18 solid rules. You can see the first 10 rules over at TechCrunch, which reprinted the previous email with permission here. These extra eight are very detailed and speak to some deeper techniques for capturing people’s attention and transferring your enthusiasm for your product to them.

These eighteen rules are just a framework, and are based on demoing at a conference. However, the rules can apply, to various degrees, to presenting your product to investors, partners and potential employees.

11. Show Don’t Tell
——————————-
This is the most important rule of demoing right after “get into the product as soon as possible.” Once you’re inside the product demo, you’ve got folks engaged. Next, you have to *keep* them engaged. When you’re speaking about your product, are you saying things like “With Mahalo you can find spam free, well-organized search results with related content”? Or are you saying, “Here is a spam-free search result. Notice how the sections are organized and we have the top most important Fast Facts on the side.”

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How To Demo Your Startup

Ein schöner Artikel auf TechCrunch darüber, wie man am Besten (s)ein Produkt auf einer Konferenz oder vor Investoren, Businesspartnern präsentiert.

  1. Zeige das Produkt in den ersten 60 Sekunden
  2. Auch das beste Produkt braucht weniger als 5 Minuten für eine Demo
  3. Lass die Leute mehr wollen
  4. Rede darüber, was du gemacht hast – nicht was Du tun wirst
  5. Verstehe/Kenne deine Wettbewerber – aktuell und historisch
  6. Kurze Antworten sind die Besten
  7. Powerpoint Aufzählungen sind tot
  8. Über Telephone: immer Festnetz mit einem guten Headset
  9. Wie geh ich mit Fragen um, deren Antwort ich nicht kenne…
  10. Termin immer bestätigen, immer 15 min früher da sein

Die Punkte 8 und 10 sind natürlich Sachen die eigentlich nicht erwähnt werden müssten … aber sie machen Sinn für die Zielgruppe des Artikels.  Die Erklärungen sind oft schon sehr amerikanisch und trotzdem… 1, 2, 4 und 5 sind für mich die zentralen Themen bei der Vorbereitung einer Präsentation! Schön zusammengefasst – unterhaltsam verpackt!

Hier der Original Text von TechCrunch:

1. Show your product within the first 60 seconds
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Most folks start their presentations with information like the size of the market they are tackling (tens of billions, we only need 1%!), their inflated corporate bios, the philosophical approach they’re
taking, and boring Powerpoint graphics explaining some convoluted workflow of their product.

The longer it takes for you to show your product, the worse your product is. Folks who have a kick-ass product don’t spend five or ten minutes “setting the stage” or “giving the background.” Folks with killer products CAN’T WAIT to show you their product. Their demos start with their homepage and quickly jump into the users experience. If a picture tells a thousand stories, then a product demo tells a million.

Show your product immediately, and if you don’t have a product to show don’t take the meeting.

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