Über Fortschritte beim ‚Meditationtimer Projekt‘

Heute Nacht habe ich von einem Ausflug geträumt. Erst mit dem Auto fahren auf langen Landstrassen, bin dabei extrem schnell überholt worden. Dann in Zelten übernachten, tagsüber durch die Berge wandern. Drei Tage hatte ich das gleich weisse Hemd an, eh ich es wechseln musste, ich hätte weniger Klamotten mit nehmen können, hätt‘ ich das gewusst. Es gab Minifrösche, die sich nicht fangen liessen und ein genau so kleines Eichhörnen, welches ich fangen konnte. Es kratzte und wehrte sich in meiner Hand und drückte sie kräftig auseinander. Ich liess es frei und wachte auf…

Meine zwei Tage mit den x Dingen, die irgendwas sind sind vorbei. Das ging ganz gut, vor allem der am Sonntag von Purpose Fairy. Aber es braucht schon viel Zeit, solche Artikel zu schreiben. Zeit, die ich gestern dann Abends noch dran gehangen habe. Und endlich habe ich die Entwicklungsumgebung von unserem kleinen Meditationtimer Projekt installiert.

Der Timer ist ein Projekt, bei dem ich lernen wollte, welche Schwierigkeiten es auf dem Weg zu einer eigenen iPhone App alles zu überwinden gilt. Auf keinen Fall wollte ich irgendwem einen Auftrag erteilen und dann später die Lieferung bekommen, an irgend einen Entwickler oder Dienstleister. Ich wollte in einem kleinen harmlosen Rahmen für opd – unser grosses Projekt – schon mal üben. Aber es zog sich hin, wir alle haben Jobs, Familie, Freizeit und für den Timer war immer nur die Zeit dazwischen vorgesehen.

Ich wollte auch üben, wie es ist, offener zu werden und welche Effekte das hat. Nun glaube ich, ist es soweit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich möchte das Projekt viel weiter öffnen, als wir das bisher getan haben. Ich beobachte auf github.com eine neue Art des Social Codings, des gemeinsamen Arbeitens von Entwicklern mit einer Art Facebook für Software, statt für Fotos und Links mit Quellcode. Ich sehe, dass sich die Mechaniken von Social Media, wie das früher mal hies, sehr schnell übertragen auf viele andere Bereiche.

Das Projekt besteht

1. aus den Designs, meistens Keynotes, PDF’s und die vielen kleinen Assets, die Brent entwickelt hat, um eine visuelle, grafische Representation der Idee eines schönen Meditationstimers, mit dem man Minuten sammeln und teilen kann (statt Patenten).

2. aus der Architektur, die aus einer stattlichen Anzahl an Tools oder Libraries besteht, die man braucht, wenn man entwickeln oder auch nur testen bzw. verfolgen möchte, was passiert.

3. und aus dem Code, der fast komplett in github.com liegt.

Und das Projekt besteht auch aus

4. den Artikeln und Dokumenten, die ich hier in diesem Blog und drüben bei Facebook darüber veröffentlicht habe. Die Diskussion, die sich gestern rund um einen Yuppieh Post entwickelt hat, möchte ich am liebsten hier kopieren, weil wir bei Facebook nicht wirklich frei sind, sagt Sascha 😉

Also, los:

Screen Shot 2013-01-14 at 10.08.10 PM

Yuppieh! Es löppt! Aber der Reihe nach:

Der Brent hat’s designt und dann hat der Harry ’s zusammen mit dem Dirk entwickelt und dann haben sie das auf github.com gepackt!

Dann hab ich’s geclont und installiert incl. RVM, ruby 1.9.2.-p290, Xcode 4.5.2, Homebrew, apple-gcc42, Xcode Command Line Tools und noch irgendwas, glaub ich… (falls er das liest, schlägt Paul jetzt verzweifelt sein Laptop zu!;).

Aber dann erst hab ich’s kompiliert gekriegt und dann erst ist doch der Middleman erfolgreich gestartet.

Dann noch schnell das Ripple Chrome Extension Dinges für die Phonegap Emu aktiviert und hier seht ihr das Ergebnis!

Danke Harry für die richtigen, schnellen Install Tips. Danke Internet für alles andere!

Und vor allem: Danke an Insight Timer fürs so schön hässlich sein! Sonst wäre ich doch nie auf die Idee gekommen, einen schöneren Meditationstimer zu wollen…

Harry hat dann in den Kommentaren auf Kai’s Frage, warums keine native App geworden ist, so geantwortet, dass ich es nicht besser formulieren kann:

Außerdem fanden wir es interessant im Rahmen eines eher kleinen Projektes herauszufinden, wie weit man mit einer webbasierten App kommt und wo die Limitierungen beginnen. Ohne sich jetzt auf ein „native vs hybrid“-Fazit einlassen zu wollen, war ich doch recht erstaunt, was so möglich ist (und auch, was nicht gut geht). Die Erkenntnisse aus einem solchen Projekt, was vom sonstigen Tagesgeschäft losgelöst ist, fließen ja dann auch wiederum in Architekturentscheidungen in anderen Projekten ein. Großen Dank auf jeden Fall an Arne, dass das möglich war.

Kai antwortete mit einem Steve Jobs Zitat, die ganz grosse Keule 😉

Ich schaue es mir auf jeden Fall mal an, wenn es soweit ist. Vielleicht wird es ja die erste nicht native die mir gefällt.  Die vielen Plattformen sind natürlich schon gut, aber ich vertrete da eher die Meinung von Steve Jobs – „Quality is more important than quantity. One home run is much better than two doubles.“ Natürlich wächst die Qualität der nicht nativen Entwicklungsmöglichkeiten auch kontinuierlich. Viel Erfolg noch!

Und dann Harry wieder

Man muss was die Plattformen angeht, ehrlicherweise zugeben, dass das zwar auf dem Papier gut klingt, in der Praxis aber ein irres Gefrickel ist. Spätestens wenn man sich Richtung Plugins bewegt (Satorichan benutzt Facebook Connect, LocalNotifications, Twitter), hat man plattformgebundenen Code in seiner Anwendung. Zunächst wird das ganze daher auch nur auf iOS laufen. Klar, solange man sich rein auf HTML/CSS/JS-Ebene bewegt, kann man das überall deployen (wobei selbst hier schon die Plattformkonventionen Probeme machen; Android-Tabbar oben, iOS unten, Hardwarebuttons, etc), aber sobald es komplexer wird, richtet man sich klar auf eine Plattform aus. Und das ist auch in Ordnung, denn der Fokus auf einer Umgebung erhöht wie schon gesagt wurde die Qualität des Ergebnisses. Andernfalls fällt man schnell auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurück.

Das sind alles keine Sachen, die man nicht schon hunderte oder tausende Male woanders nachlesen könnte, aber es ist ein gewaltiger Unterschied irgendwo etwas zu lesen oder es selbst zu erfahren, es selbst zu machen. Die Veränderung, die das Tun bewirkt, ist viel nachhaltiger, viel tiefer und strahlt viel weiter aus, als wenn ich hier über die Erfahrung von Dritten berichtet hätte.

So nun muss ich aber… wünsch Euch immer noch begeistert lächelnd, einen grossartigen Dienstag.

 

Social by Design…

Noch Berlin, 7:57, Tag 185

Heute beim Aufwachen hatte ich das Gefühl nicht geschlafen und auch nicht geträumt zu haben. Mein Tag gestern war wirklich voll: wach seit 5, dann von früh 8 bis abends 9 in Meetings oder zumindest in Interaktion mit Anderen… ich brauchte noch 2 Stunden im Bettbüro, um auszurollen und fiel dann in knapp 6h traumlosen Schlaf und war vor dem Wecker wach. Mein Nichtmehrzahn macht sich gut, nur leicht geschwollen. Die Abwesenheit von Schmerz, das ist doch schon grosses Glück. Das wird einem leider nur zu selten bewusst…

Ich habe noch viel mehr Glück, aber nicht durch die Abwesenheit von etwas, sondern durch die Anwesenheit von etwas anderem, nämlich von Talent, Leidenschaft und Inspiration… und zwar bei den Menschen, mit denen ich zusammen arbeiten darf.

Jedenfalls will ich heute wieder mal eines meiner Nebenprojekte vorstellen. Einfach weil gestern für wieder mal ein weiterer Startschuss, ein Kickoff oder ein Meilenstein dazu gefallen ist. Habe grade bemerkt, dass ich schon im Februar zwei mal darüber geschrieben hatte. Aber gestern habe ich einen Prototypen gesehen von Harry und Dirk gesehen und ich merke, wie die Idee langsam, tatsächlich und wirklich Formen annimmt. Die beiden wollen das phonegap Framework verwenden und es scheint wirklich zu funktionieren. Fast hätten sie aufgegeben, aber…

Brick walls are there for a reason: they let us prove, how badly we want things…

Und nun sind die Weichen gestellt: die beiden bauen einen weiteren Prototypen, um sich dem Design von Brent weiter anzunähern. Und Henry wird sich in den nächsten Wochen um das Backend kümmern, die Anbindung von Facebooks Open Graph Protokoll und einer Datenbank… alles offen, alles verbunden und „social by design“.

 

Um etwas Spannung zu erhalten oder zu erzeugen, zeige ich hier mal nur einen kleinen Teil, aber schon den Hauptteil der Anwendung: den einfach, wunderschönen Timer, der über Gesten gesteuert gestellt werden kann und Zwischenzeiten unterstützt.

Um jetzt alle „ohmeingott, der zeigt ja schon alles, das muss man doch geheimhalten“ Fans zu beruhigen: wer es schneller schafft, einen solchen Social Timer zu programmieren, schickt mir bitte sofort einen Link. Ich würde bis zu 4,99€ im Appstore für iPhone/iPad und noch mal 4,99€ für die Android Variante ausgeben, wenn ich die Tweets nach meiner Meditationssitzung nicht mehr per Hand schreiben muss und ich Insight Timer nicht mehr benutzen muss. Denn ja, Insight Timer kann das schon alles und noch viel mehr. Aber es ist doch einfach nur abgrundtief hässlich, hat bescheidenes Karma, fühlt sich überhaupt, gar nicht gut an… und das Ding benutze ich nun schon seit Monaten jeden Morgen, ist die erste App, die ich jeden Morgen aufrufe, die ich jeden Morgen neben mich lege, während ich meditiere. Nein!!!

Also… wenn ihr meditiert oder Eier kocht oder Kuchen backt und für die Zeitmessung Euer Smartphone benutzt, schickt mir Eure Lieblings Timer App. Oder wenn ihr mithelfen wollt, einen wirklich schönen, einfachen, hochfunktionalen Timer zu bauen, der social by design ist, meldet Euch einfach in den Kommentaren oder bei mir direkt. Herzlichen Dank vorab!

Und… mit einem traditionellen Marheinekebild verabschiede ich mich für heute von Berlin.

Und wünsche vorfreudig lächelnd einen ganz tollen Donnerstag!

Warum ich weiss, was Satori Chan heisst…

Istanbul, 7:30, Tag 140

Meine Tochter hat heute von kleinen Wölfen und bösen, großen Affen geträumt. Mir hat im Traum jemand die ideale EC-Karte für Istanbul verkaufen wollen, es war eine Postbeamtin, konnte sie erfreuen mit der Tatsache, dass ich die Sparcard 3000 schon benutze und habe ihr flüssig deren Features aufgezählt, was sie sehr erfreute und beschämte. Sie hatte die Argumente nur auswendig gelernt, ich sie selbst erfahren. Komischer Traum, nicht wirklich beeindruckend oder intensiv, eher so dahin plätschernd. Bin heute ruhig und zufrieden aufgewacht… das ist nicht immer so!

heisst Zen oder Chan

und ist eine Form des Mahayana Buddhismus und bedeutet im eigentlichen Wortsinn „Meditation“, also Stille und Konzentration.

悟りheisst Satori oder Erleuchtung

und bedeutet im eigentlichen Wortsinn „verstehen“.

Hier hatte ich schon mal über den Insight Timer berichtet, eine Anwendung mit der man Klangfolgen für Meditationssitzungen erzeugen und speichern kann, sowie die Dauer der Meditationen in einem Log speichern und sogar in Facebook, Twitter teilen und als einfache Grafiken im Telefon anzeigen lassen kann. Es gibt sogar eine Android Version, aber alles macht irgendwie einen halb fertigen Eindruck und die Macher scheinen einen rein funktionalen Fokus zu haben. Anders ausgedrückt: mir gefällt die Idee der App sehr!

Ich habe mir das Thema in den letzten Wochen ausgeguckt, um daran – wie in einem Sandkasten – probieren und spielen zu können, wie viel einfacher oder schwerer es geworden ist, mit den ach so tollen und neuen Technologien etwas fertig zu bekommen. Mein Verdacht ist, dass natürlich der Teufel immer noch im Detail steckt und das „A fool with a tool is still a fool“, es also immer noch nicht auf das Tool, das Framwork, die Sprache oder Library ankommt. Es kommt immer darauf an, die richtigen Menschen zu finden oder zusammen zu bringen, die etwas fertig stellen können. Die Ami’s sagen dazu vielleicht Execution/Ausführung, aber das ist mir zu reduziert, denn es gibt Leute die excellent ausführen können und doch nichts fertig bekommen.

Was ich meine, ist die besondere Fähigkeit an einer Idee dran zu bleiben und sie bis zum Ende – also zu einem Stadium zu führen, in der andere Menschen den Sinn der Lösung sofort und einfach kapieren können und sie intuitiv benutzen können.

Dabei ist u.a. entscheidend, eine Idee so aus Anforderungen, Wünschen und Möglichkeiten zu extrahieren und zu formulieren, dass sie als Ausrichtung, als Ziel dienen kann, um allein oder zusammen etwas zu verändern, zu schaffen, zu bauen. Wenn ich das hier so hin schreibe, dann merke ich, dass das ja genau das ist, was ich seit Jahren als meinen Beruf bezeichne: das Anschieben, das Initiieren und das Begleiten des Entstehens von Problemlösungen mittels der Informations Technologie. Und das ist ein unendlich komplexer Vorgang, der nur sehr selten mit einem „Fertig, wir haben es geschafft.“ belohnt wird. Vor allem nicht, wenn man damit sein Lebensunterhalt verdienen möchte und das im Auftrag dritter, also von Kunden macht.

Zwar gibt es jede Menge künstlicher Erfolge, wie das Einhalten von Terminen, die man vor ein paar Wochen, Monaten und Jahren mal so erraten, ähm vorgegeben, hat. Oder das Einhalten von Budgets, also dem Vergleichen von Zahlen in unterschiedlichen Listen. Oder auch der Fertigstellung von Teilergebnissen: einer Spezifikation, eines Angebotes, einer Präsentation, einer Iteration, eines Paketes, eines ToDos… ja es ist wunderbar, wenn alles wie am Schnürchen, wie geplant funktioniert. All diese Erfolge sagen nichts darüber aus, was die wirkliche Veränderung, was das wirkliche Ergebnis ist.

Und beim Spielen im Sandkasten mit der Idee eines Meditionstimers für das Sammeln und Teilen von Minuten, lass ich den Kunden und Geld als Quelle der Motivation und für die Definition von Erfolg einfach weg. Und sofort passieren lustige, spannende Dinge. Als erstes hat Brent einen Namen und einen Stil gefunden, mein Insight Timer würde also Satorichan heissen. Dann war ja niemand da, der eine Spezifikation beauftragt, abnimmt und dann die Teilrechnung frei zeichnet. „Internes“ Projekt, heisst solche Arbeit bei uns, denn sie haben keinen klassischen Kunden, aber sie haben jemanden der den Wunsch danach und auch das Geld dazu hat, nämlich wir selbst. Ich überlege und erfasse den Wert einer Spezifikation doch völlig anders, wenn kein Kunde da ist, dem ich sie zuvor verkauft habe! Wenn ich mir klar mache, dass wir das nur für uns, allein für das Projekt, das Produkt gemacht haben…

In relativer Stille und Konzentration mein Verständnis zu vertiefen, das ist mein Ziel! Stille ist Reduktion und Konzentration ermöglicht das Erkennen des Wesens. Denn die Konzentration auf das Wesentliche erlaubt uns manchmal einen kurzen Blick auf das eigentlich Neue, auf das authentische Original. Das wir nicht finden werden, wenn wir an Werteverwertung, Standardisierung und den Kommerz denken.

Denn dann würde jeder Starkoch ja nur noch Tütensuppe kochen, sagt Gunter Dueck in seiner aktuellen Kolumne und

Ökonomie soll eigentlich mit Ressourcen und Anstrengungen effizient umgehen, aber sie erzieht oder zwingt uns, die Ressourcen effizient und anstrengungslos zu verbrauchen… das muss Ökopathie sein.

Und da er diese Kolumnen übrigens gerade in einem Buch kommerzialisiert, verabschiede ich mich erst mal in den Montag und damit in die neue Woche…

…und wünsche allen ganz viel Erfolg! 😉

Beharrlichkeit und Entschlusskraft…

Berlin, 8:30, Tag 125

Heute Nacht war ich in einem Ferienlager, nach einer kurzen Fahrt habe ich mich registrieren müssen in einer Eingangshalle. Dazu musste man auf der Innenseite eines flachen Einweckglases unterschreiben, meine Hand passte geradeso hinein, die ältere Dame an der Rezeption wusste wohl, dass sie passen würde und sagte nur: Stell Dich nicht so an, dass hat noch jeder geschafft. Meine Unterschrift war ganz schön krakelig, ich konnte sie gerade so erkennen. Ich bekam Handtücher und wir sollten uns um 9 wieder treffen, ich war zu spät. Das Ferienlager war nun eher eine Art Workshop oder Strategy Retreat. Wir warteten mit unserer Präsentation, bis wir an der Reihe waren. Ich konnte mich dem Programm entziehen, zusammen mit G. und A. tranken wir Schnaps aus Wassergläsern und nur war endlich klar, dass wir in der Kaserne einer Polizeischule gelandet waren… krass, oder?

Heute habe ich 50min meditiert, eigentlich wollte ich eine Stunde, aber war dann doch zu unruhig. Habe den Insight Timer wieder entdeckt, da ich mich für die Community Features interessiere.

  

Sven gab mir dankenswerter Weise den Tip, dass man dort jetzt auch so ähnlich wie bei dailymile.com Meditationsminuten sammeln und sich gegenseitig motivieren kann. Es ist sehr rudimentär, aber immerhin wird auf Google Maps die Anzahl und Position der einzelnen Meditierenden angezeigt.

Vor ein paar Tagen twitterte der Hersteller, dass jetzt schon 20.000 Nutzer über 1 Million Meditationssitzungen aufgezeichnet hätten… das beweist mir wieder mal das riesige Interesse, an solchen Quantified Self Anwendungen!

Mein Ärger ist verflogen, ich kann ihn noch nachspüren, aber er ist nicht mehr so strudelig, so ergreifend. Wenn man das Ego aus dem Ärger nimmt, bleibt Tatkraft übrig, es anders zu machen, es zu ändern. Meine Ungeduld entlässt mich dann oft wieder in die Dämpfung, die Ablenkung und Unterhaltung. Aber mehr und mehr entwickele ich Zuversicht, dass diese Ungeduld gar nichts negatives ist und dass sich Beharrlichkeit lohnt und stärker wirkt, als jedes noch so kräftige mit dem Kopf durch die Wand wollen und dabei Anecken, Schaden verursachen, nicht so sehr an der Wand, eher an/in meinem Kopf. Gestern fand ich irgendwo folgendes Zitat, dass doch ganz gut passt:

Nothing in this world can take the place of persistence. Talent will not; nothing is more common than unsuccessful people with talent. Genius will not; unrewarded genius is almost a proverb. Education will not; the world is full of educated derelicts. Persistence and determination alone are omnipotent. —Calvin Coolidge

Und damit und dem grauen Sonnenaufgang über Stralau…

…wünsche ich lächelnd eine tollen Sonntag!