Engadiner Kraftwerke am Lago di Livigno

Schon wieder Berlin, 19:37, Tag 1080

Heute morgen, nach kurzer traumreicher Nacht, sind wir zeitig aufgebrochen und wieder zurück gefahren, kurzentschlossen. Nun sind wir wieder zu Hause und können die letzten drei Tage Urlaub und Ferien in vertrauter Umgebung hier geniessen.

Gestern Nachmittag bin ich noch zum vierten Pass aufgebrochen. Damit habe ich alle offenen Pässe rund um St. Moritz abgeklappert und die jeweiligen Highlights gedrohnt. Bin voll zufrieden, habe etwas Sehnsucht nach dem Ski fahren behalten, aber die tollen Strassen, das tolle Auto und die unfallfreien Aufnahmen der tollen Bauwerke mitten in den Schweizer Alpen haben das mehr als ausgeglichen.

Werde noch Zentaos Rat befolgen und asap eine oder mehrere Gallerien mit den Luftaufnahmen bei 500px einstellen. Flickr ist leider out, obwohl… ach vielleicht lade ich auch dort noch hoch, aus Nostalgie (oje!). Seh grad, dass dort alle meine Instagrams landen, quasi als Backup. Eigentlich gar nicht mal so schlecht. Aber trotz Renovierung zieht es mich wirklich viel mehr ins frische 500px. Is halt so.

Nun aber zu den Bildern. Um dort hin zu gelangen, fährt man durch einen einspurigen ellenlangen teuren Tunnel und an dessen Ausgang ist man fast in Italien. Die Mautstation für den Tunnel ist mitten auf der Staumauer. Am Ende der Staumauer ist das Grenzhäuschen der Italiener. Am Ende des Stausees ein zoll und steuerfreies Einkaufsparadies. Dort habe getankt und kurz sehr neidisch den Kart- und Quadfahrern im Schnee zu geschaut, diese Bilder hab ich aufm iPhone und grad keine Lust hier auch noch zu posten.

Ich fragte die Dame im Mauthäuschen, ob ich hier fliegen dürfe. Sie gab mir die Visitenkarte ihres Chefs (von den Engadiner Kraftwerken), der mir nett am Telefon erklärte, dass er nichts gegen Aufnahmen per Kopter hätte, aber nicht weiss, ob es verboten sei und gerne die Bilder geschickt haben würde. Der Nationalpark würde wohl erst 100m unterhalb der Staumauer beginnen. So fühlte ich mich richtig gut vorbereitet.

Allerdings spielte das Wetter nicht wirklich mit und ich hatte etwas Sorgen, ob die Inspire leichten Schneefall und -4 Grad aushalten würde. Sicherheitshalber flog ich einen Akku genau nur über mir leer. Denke grade, hätte sie einen Aussetzer gehabt, wollte ich sie wohl mit meine Händen oder einer Decke auffangen? Aus 250m freiem Fall. Bah!

Der Akku brauchte ein paar Minuten, eh er sich durch die Entladung auf über 25 Grad aufgewärmt hatte und die Warnmeldung im Display verschwand. Die Voltanzeige blieb die ganze Zeit niedrig gelb/rot, was mich etwas verunsicherte. Es gab einige Windböen, die die Inspire zusätzlich ganz schön durchschüttelte.

Den zweiten Akku leerte ich zur Hälfte an einer anderen Stelle, allerdings nur 30m weg auf der anderen Seite der Mauer. Auch nur kerzengrade nach oben, ein paar Rundumaufnahmen und langsam wieder runter. Dann mit dem Rest und etwas mehr Zutrauen flog ich noch 100m auf den See raus, drehte einmal machte ein paar Aufnahmen und holte ihn zurück. Heidenfroh packte ich mit eiskalten, steifen Fingern den ganzen Krempel wieder zusammen und fuhr durch den Tunnel (echt verrückt!) und einen heftigen Schneesturm durch die Passstrasse wieder zurück ins Hotel.

Was für ein Abschluss! Hier nun die Bilder vom Stausee:

 

 

Und ein paar Eindrücke von Tunnel, Kartfahren und Schneetreiben habe ich Euch jetzt doch noch rausgesucht:

 

Wünsch Euch einen fröhlichen Abend!

Landwasser Viaduct

Engadin, 10:30, Tag 1079

Heute Morgen zeitig mit schweren, klaren Gedanken zu meinem Leben aufgewacht. Der Urlaub macht sich langsam bemerkbar.

Gestern am Nachmittag bin ich nach Filisur aufgebrochen. Dort sollte es noch eine tolle Brücke geben, die ich fotografieren wollte. Hier das Ergebnis:

Landwasser Viaduct - 1Landwasser Viaduct - 3Landwasser Viaduct - 10

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Ich hab nur einen Akku leergeflogen, trotz der langen Anreise von über einer Stunde. Wollte nicht riskieren, dass meine Konzentration nachlässt oder ich Experimente mache, deren Folgen ich nicht genau abschätzen kann (wie zB durch die Brückenpfeiler durchfliegen oder den Tunneleingang fotografieren).

Abends wollte ich noch an einem See Aufnahmen machen, aber ein aufmerksamer Bürger informierte mich freundlich über den nahen Heliport, so dass ich davon Abstand nahm. Das Fliegen mit Koptern ist nicht unumstritten, viele „fühlen“ sich bedroht oder beobachtet. Es gibt keine einfachen und guten Erklärungen und Regelungen, dafür ist es einfach doch immer noch zu Neu. Auch ich habe ganz zu Anfang vor anderthalb Jahren ein paar Flüge gemacht, die ich nicht hätte machen dürfen und die ich heute natürlich nicht mehr mache. Es ist schon sehr verführerisch, man überschätzt sich leicht, man kann doch nicht alle Bedingungen solch eines Fluges immer kontrollieren. Aber die Technik hat sich stark verbessert, Verbindungsabbrüche habe ich bisher noch nicht erlebt, aber auch weil ich immer nur noch nach Sicht fliege.

Ok, wir brechen auf in den Tag. Mal schauen, was dieser heute bringt, habe noch nichts Konkretes vor, das ist immer besonders spannend.

Wünsch Euch einen tollen Tag.

Droning statt Skiing

Engadin, 18:57, Tag 1078

Heute ausgeschlafen. Fieber bei der Kleenen ist weg, trotzdem noch ein ruhiger Tag ohne Skifahren. Natürlich. Also konnte ich zwei Ausflüge machen unterbrochen von einem gemeinsamen Mittagessen machen, während die Damen das Hotelzimmer und die nähere Umgebung hüteten.

Früh bin ich an ein Kreisviadukt in Brusio, kurz vor der italienischen Grenze. Wieder einen Pass hinunter, durch herrliche halbverschneite, graugrüne Täler. Hätte hier und da anhalten können für einen kurzen Flug und Foto, aber ich wollte den Viadukt erwischen. Grade als ich ankam, fuhr quitschend ein Zug darüber. Der nächste kam einfach nicht. Ich checkte den Fahrplan, keine Chance, aber egal was ich kombinierte und rechnete, es hätte mindestens ne Stunde gedauert, eh der nächste kam. So lange wollte ich nicht warten, da hätte ich ja das Mittagessen verpasst. Also flog ich zwei Akkus leer und brummte mich wieder die Passstrasse hoch. Der Neue ist im Wald und auf schweizerischen Passstrassen zu Hause.

Kurz vor dem Passgeschlängel hielt ich noch einem Bergsee an. Dem Lago di Poschiavo an dem Örtchen Prese. Hier leerte ich den dritten Akku in einem schönen Flug über den halbzugefrorenen See. Hier vier verschiedene Schnappschüsse vom gleichen Strand.

Am Nachmittag bin ich nochmal los, zum zweiten Viadukt über einen anderen Pass. Damit habe ich alle drei offenen Pässe hier in der Gegend ausführlich befahren. Es handelte sich um das Landwasser Viadukt in Filisur. Die Bilder davon gibt eventuell gleich in Facebook und morgen Früh oder auch Abends hier.

Wünsch Euch nen schönen ruhigen Abend.

 

 

Tag 1001

Berlin, 7:07

Heute wieder im schönen eigenen Bett traumreich geschlafen und dabei lange, intensive Geschichten geträumt.

Nach Tagen, an denen ich viel meditiere bin ich oft nicht sehr freundlich mit meinem Umfeld: zu sensibel, zu direkt, zu fordernd, zu wertend. Meist nur mit Familie und Bekannten. Mit Unbekannten auf der Strasse, im Laden komme ich weit besser klar, schnell im Kontakt, sehr freundlich, sehr schnell verbunden. Im Draussen gibt es dann kaum Missstimmung.

Eine Theorie ist, dass ich die Strenge, die Ernsthaftigkeit mit der ich meditiere nur auf mein nahes Umfeld übertrage. Ursache ist für beide Phänomene die höhere Achtsamkeit.

Einmal benutze ich diese Taschenlampe zum Aufdecken von Schwächen, von negativem Verhalten, bei den Menschen, die mir etwas bedeuten. Das führt meist zu Unwillen, Ablehnung, Widerstand.

Und dann benutze ich die Taschenlampe der Achtsamkeit für Kontakt mit dem Moment und dem Mensch hinter der Fassade. Dies führt meist sofort zu Lächeln, zu Entspannung, zu einem positiven Gefühl.

Neben dem Lesen von Konstantins Buch bin ich vorgestern und auch gestern noch jeweils eine halbe Stunde mit dem Kopter geflogen. Gestern morgen fast nur über Wasser. Zum ersten Mal, nur über Wasser. Das stresst nochmal zusätzlich. Nach dem zweiten Akku war ich richtig kaputt und hatte Mühe, ihn ordentlich zurück zu holen. Es ist nix passiert. Ich hatte nur Panik, dass ich ihn im See verliere, mich versteuere, die Technik versagt und ich ihn nicht im Wald auflesen kann. Die Panik führt zu Starre und Steifheit. Hab es mit etwas Mühe geschafft, die Panik nicht ausbrechen zu lassen und halbwegs ruhig zu bleiben, zu vertrauen.

Hier ein paar Bilder:

A-Rosa#Golfplätze und Resort#10 A-Rosa#Golfplätze und Resort#11 A-Rosa#Golfplätze und Resort#12 A-Rosa#Golfplätze und Resort#13 A-Rosa#Golfplätze und Resort#14

Und auch ein Youtube (nur in HD 😉 ) habe ich schon hochgeladen, wie immer bei mir ein unbearbeitetes, ungeschnittenes Flugsegment.

Wünsch Euch aus einem dauerverregneten Berlin einen schönen Sonntag!

Ostsee von Oben…

Kühlungsborn, 14:10, Tag 958

Heute Nach spät eingeschlafen, spät aufgewacht. Vorher wildeste Träume über absurde Personalveränderungen in der Firma.

Gestern abend bin ich knapp vor Sonnenuntergang noch ans Salzhaff bei Rerik gefahren. Hab einen ruhigen Platz entdeckt und konnte ausgiebig rum fliegen.


Heute morgen auch schon nach dem Sonnenaufgang vor dem Nebel und dann den ganzen Tag mit der Drohne hier in dem kleinen Hohen Niendorf rumgeflogen.

Hohen Niendorf#1

Nun ist es spät geworden und ich bin voll kaputt und schreibe hier nichts mehr.

Wünsch Euch einen guten Abend!

Nur ganz kurz

Berlin, 6:33, Tag 948

Heute Nacht ausgeschlafen, erinner mich nicht an meinen Traum. Zeitig aber müde hoch. Gleich geht der Flieger nach München. Habe alle Unterlagen zusammen, nun kann kommen, was wolle. Auch der Freitag ist schon vorbereitet, zumindest habe ich auch hier alle Verträge schon zusammen gestellt, was gestern den ganzen Nachmittag in Anspruch nahm.

Weil ich grad nicht wusste, was ich schreiben kann, und weil ich schon unterwegs bin in meinen Gedanken, habe ich noch das Video vom Sonntag morgen für Euch.

Das ich das selber machen kann, selbst erstellt, selbst erlebt habe, das ist das Besondere für mich. Solche Aufnahmen waren bis vor kurzem nur wenigen Menschen möglich, die Fliegen oder Luftaufnahmen zu ihrem Beruf gemacht hatten. Anschauen konnten das seit der Verbreitung des Fernsehens ja viele. Aber jetzt kann ich das auch erzeugen, einfach so. Ich brauche kein Riesenbudget dafür, muss kein Filmregisseur, kein Rettungspilot sein. Die Technik ist so weit, dass ich leicht und locker dazu in der Lage bin. Irgendwie verrückt, oder?

Wünsch Euch einen schönen Mittwoch.

Über den Wolken

Berlin, 9:15, Tag 945

Wild geträumt und alles vergessen. Habe mir – weil man die Apple Watch nicht Nachts tragen kann, weil sie sich da aufladen muss – ein Jawbone UP3 zugelegt. Mit dem kann man unter anderem seinen Schlaf tracken. Und eine Akkuladung hält die ganze Woche.

Hier der Screenshot von letzter Nacht:

IMG_8739

Finde ich grade sehr praktisch, um ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf meine Schlafqualität zu kriegen und meinem Ziel zwischen 7 und 8 Stunden zu schlafen, etwas näher zu kommen.

Dann hab ich’s heute morgen endlich mal geschafft, durch den Sonnenaufgang zu fliegen. Es gibt hier nur drei Bilder, das Video ist noch in der Bearbeitung. Ohmann, das war vielleicht toll. Es hat alles geklappt. Nur ein Akku ist mir von 20 auf 3% innerhalb weniger Sekunden abgebrochen, zum Glück war ich nicht weit weg und bei der Notlandung war keiner der nahen Bäume im Weg.

Über den Wolken 2 Über den Wolken 3

Über den Wolken 1

Bin weit raus gefahren in ein unbewohntes Gebiet, um nicht gestört zu werden und auch um nicht zu stören. So was will ich öfter mal machen, sehr anregend, sehr befreiend und durch die Technik natürlich auch sehr spannend.

So, das wars auch schon! Wünsch Euch einen angenehmen Sonntag!