Mein Rückblick auf die #EPOPIC2012: Open Data, Standardisierung und Cloud Computing…

Berlin, 7:15, Tag 407

Heute Nacht bin ich in einem Jet von Bombardier geflogen, der innen so gross wie ein Hotel wurde, wenn man am Ende um die Ecke bog. Dort sassen wir dann zu einer Besprechung über irgend etwas in einem riesigen Saal an einem ellenlangen Tisch. Jemand klappt eine Weltkarte aus Papier auseinander, auf der jede Menge Schiffswracks eingezeichnet waren. Dachte so bei mir, wie wir denn die Wracks finden sollen, wenn man gar nicht rein zoomen kann in die Karte. Mit jeder weiteren Entfaltung der Karte zoomte sie hinein, erst ins Mittelmeer, dann in die einzelne Küstenbuchten mit den Wracks… des Absurden nicht genug war in einer späteren Sequenz ein Drahtseil über unsere Strasse vorm Büro gespannt und ein Handwerker im Blaumann balancierte zur Arbeit. Als er die andere Seite erreichte und ich von unten Beifall klatschte, sagte er verwundert: nicht doch, ist doch nichts besonders, nur mein Arbeitsweg. Er zog einen Karren mit Werkzeugen vom Drahtseil hinter sich auf die Plattform und ich wachte auf…

Gestern kam noch eine Nachricht von Dan Shalloe, dem Konferenz Manager des Europäischen Patent Amtes, dass jetzt fast alle Präsentationen hier Online gestellt seien. OK, es fehlen die beiden Keynotes Speeches von Prof. Harhoff, LMU und Volker Smid, HP, aber sonst ist fast alles dabei.

Vermutlich auch, weil die Konferenz in diesem Jahr so zentral und leicht erreichbar war, gab es einen Aussteller und Teilnehmerrekord mit etwa 460 Menschen der europäischen Patent Informations Szene.

Foto: Dan Shalloe, EPO

Wie Ihr hier sicher alle mitbekommen habt, durfte ich ja in diesem Jahr erstmals auf die grosse Bühne klettern und meine Vorstellungen über den Digitalen Wandel und die Auswirkungen auf die Patente kundtun.

Foto: Dan Shalloe

Aus den nun veröffentlichten Slides möchte ich drei besonders hervorheben.

Erstens natürlich mein zweites Thema: Open Data, das in diesem Jahr leider nicht so stark behandelt worden ist, wie ich es mir gewünscht hätte und wie es im letzen Jahr noch der Fall war, als aber auch Prof. Nigel Shadbolt einer der britischen Open Data/Open Gov Päpste die Keynote hielt.

Aber ich hatte mir wohl im letzten Jahr einen gewissen Ruf erarbeitet und mich mit meinen Fragen relativ gut, zumindest besser als im letzten Jahr, vorbereitet. Um es vorweg zu nehmen, die Fragen wurden nicht beantwortet. Hier die Zusammenfassung der Open Data Discussion Round von Rob Willows, Thomson Reuters UK.

  • Add to Espacenet: Indicate whether patent is expired or not
  • Use unique identifiers to link patents to other open data
  • Prove CPC technical documentation and tools (CPC App competition)
  • EPO to participate in conferences like Gov Open Data Day
  • EPO should engage in a political level

Immerhin! Es ist nun beim EPO adressiert. Es könnte sein, dass nun EPO Mitarbeiter die Legitimation verspüren, hier stärker aktiv zu werden. Die Diskussionsrunde hat gefordert, dass sich das EPO auf Veranstaltungen und auch auf politischer Ebene im Rahmen von Open Data  und Open Government engagieren soll. Gut!

Dann ein Hinweis auf eine Gegenbewegung, eine weitere Abschottung der Szene durch eine Erhöhung der Hürden. Hier ein Vortrag über Verschiedene Arten der Recherche und Suche durch Ricarda A. Bonitz, PATON, TU Ilmenau. Sehr interessant, sehr lehrreich! Er zeigt wunderbar die verschiedenen Suchstrategien und Arten in diesem komplexen System. Die mögliche Antwort: Standardzertifizierungen, Integration in die Ausbildung ist absolut OK. Es wird nicht alle Probleme und Dilemmas des Patentsystems lösen, aber es erzeugt Schubkraft am anderen Ende, an einer weiteren Professionalisierung und Schutz der Profis, die sich durch anerkannte Institutionen wie SIGNO oder PIZNet zu solchen erklären lassen wollen.

Am spannendsten und wertvollsten an der EPOPIC, so wie sie heute ist, war sicherlich der Superworkshop zu Beginn und die Zusammenfassung der Konferenz am Ende. Beides vorbereitet und organsiert durch Dr. Peter Kallas, einem Urgestein der Branche, der seit 1991 bereits diese Veranstaltung besucht und in den Jahren seit 2007, seit ich teilnehme, entscheidend prägt.

Hier einfach die für mich wichtigste Zitate aus seiner Präsentation zusammen geschrieben und kommentiert.

One of the most challenging items „applicants‘ name standardisation“.
Several organisations are working on it ‐ but there is still a long way to go.
User community decided to start its own initiative. Cooperation is greatly appreciated!

Hier schimmert für mich doch die Konzepte von Co-Creation und Crowd Sourcing im Netz durch seine Worte durch, um eines der dringenden Probleme der Patentdaten zu lösen, das der Anmelderstandardisierung.

The ideal world: INPADOC as source, EPO and WIPO as driver, commercial providers as distributors, user community as consultants.

Dann eines der weiteren grossen Dauerbrennerthemen, dem Rechtststand. Bei dem auch eine enge netzwerkartige Zusammenarbeit vorgeschlagen zwischen den verschiedenen Teilen der Szene, sogar schon mit klarer Rollenverteilung. Hier hoffe ich, dass durch das Internet vielleicht der ein oder andere Prozess beschleunigt werden kann und wir diese Themen von den Konferenztischen und aus den Hinterzimmern raus kriegen, auf die grosse Bühne des Netzes…

Foto: Dan Shalloe, EPO

Dann seine Bemerkungen zu Cloud Computing, Social Media und der Zukunft der Patent Information: Es fängt mit einem vorsichtigen Selbstvergewisserung an:

Whereas end users need better access to basic patent information the demand for complex patent information analyses done by specialists is growing

Es geht dann weiter mit versöhnlichen Sätzen, wie „Whether a cloud cooperation, social media and patent information will work together? Yes, it will come, but slowly“ und er greift natürlich auch die bedenken und Vorbehalte der Szene auf, das muss er als guter Lobbyist und Politiker, der er sicherlich ist.

Sounds mysterious… patent information in the cloud?

Und dann erstmals sein klares Bekenntnis, sich auch mit den Sozialen Netzwerken und den Auswirkungen auf die Szene zu beschäftigen. Sehr gut!

Social media and patent information no easy combination. I am interested to see the development.

Diese Zusammenfassung zum Schluss hier, gefällt mir eigentlich am Besten. Dr. Kallas gelingt es damit, die Rolle der Patent Informations Experten umzudeuten und ihr eine klare Vision zu verleihen, die ich sehr, sehr mag!

The role might move forward to a consultant in the cloud economy, a guide through the information jungle; a driver of the stack,  the expert of the patent information toolbox; the coaches of the next generation of technicians

Und das lass ich jetzt einfach mal so stehen, denn es gefällt mir so sehr, was hier ich lese!

Dr. Peter Kallas, BASF (Foto: Dan Shalloe, EPO)

Es zeugt von Offenheit, von Flexibilität und der Motivation sich mit dem Wandel, mit der Zukunft auseinander zu setzen. Mehr habe ich nicht erhofft! Die Zeit wird es zeigen…

Kurzer Bericht und das Video von meinem grossen Auftritt auf der #EPOPIC

Hamburg, 7:21, Tag 400

Heute erinnere ich keinen Traum nach einer wieder nur sehr kurzen Nacht.

Ich wollte deutlich darauf hinweisen, dass ich wirklich gerade Tag 400 eben dort oben geschrieben habe. Bin dankbar und ein bisschen beeindruckt dieser immer größer werden Zahl. Tagtäglich zu schreiben fällt mir immer leichter, es gehört jetzt einfach dazu. Aber zu den schwachen Tage zu stehen und sich von den stärkeren überraschen lassen, das ist immer wieder jeden Tag meine Aufgabe. Dieses Experiment hier verändert und beeinflusst mein Leben sehr stark, es ist auch ein grosser Teil meines Lebens. Eine tägliche Routine, ein tägliches Investment…

Denn erst Persistenz, das Dranbleiben erzeugt das Momentum für wirkliche Veränderung, wie ich sie gerade bei mir auch beobachte. Früher waren mir meine wiederkehrenden Muster, also die Verhaltensweisen, die meinen (Miß)Erfolg bei einem Thema, im Beruf, bei der Liebe, im Leben ausmachen nicht bewusst. Ich hatte dafür nur das Konzept harter Arbeit im Kopf. Erst wenn Du hart genug für etwas arbeitest, dann wirst Du Erfolg haben.

Aber eigentlich ist es so, dass dieses Konzept Arbeit – von der Wertung „hart“ und der Einschränkung „Arbeit“ befreit – auf jede Tätigkeit, im Sinne von tätig sein, in meinem Leben anwenden kann. Das was ich tue, macht mich aus, das erzeugt mich. Der Konsequenz dieses Konzeptes kann niemand entgehen. Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Gestern war mein grosser Auftritt auf der EPO Patent Information Conference 2012!

Der Mitschnitt hat geklappt, hier das Video.

 

Ein paar Korrekturen: ich habe zwei mal Spotify gesagt, das zweite mal, habe ich Netflix nur gedacht. Dann, mein Vater war natürlich Chef der Rinderproduktion der LPG und wir hatten über 2.000 Jungrinder (nur in meinem Dorfteil stand ein kleiner Stall mit 400 Rindern, nicht Kühen), er war somit auch fürs Controlling zuständig, ich habe oft mit ihm Gewichtstabellen erstellt bei der jährlichen Inventur, bei der alle Rinder gewogen wurden, deshalb wohl meine Spreadsheet Macke. Ach, und Ali habe ich nur zugeschaut, wie er ’91, vermutlich eher ’92 oder gar erst ’93 Linux installiert hat. Und klar, ein Tweet wird nicht geteilt, er wird ge“retweetet“. Und ich wollte eigentlich so vieles, so anders sagen… aber, ok. Raus damit!

Das Feedback war toll. Bis spät Abends sprachen mich Teilnehmer an und gaben mir Feedback zu den unterschiedlichsten Aspekten und Dingen, die ich erwähnt habe.

Eines blieb besonders hängen: was kommt jetzt von ihm, wo ist die Substanz? Das war die Reaktion, die mich am meisten angespornt hat. Ja, ok – jetzt weiter machen. Beim nächsten Vortrag kann ich nicht schon wieder das gleiche erzählen. Jetzt fängt die Arbeit, ähm, der Spass erst an.

Ich frage mich gerade, ob ich vielleicht nur ein Übersetzer bin, jemand der anderen Dinge zwar erklären kann und vielleicht etwas bei der Umsetzung helfen kann, aber die Lösungen liefern kann ich nicht? Vielleicht ist damit mein Job, bin ich damit auch vollständig.

Was, wenn es gar keine Substanz in meinen Vorträgen gibt? Was, wenn ich im nächsten Jahr einfach mit anderen Beispielen das gleiche Thema erkläre? Aber, was ist das eigentliche, dahinter liegende Thema?

Aber nun noch zu etwas ganz anderem, die gestrige Abendveranstaltung der Konferenz fand im Hamburger Hafen auf der Cap San Diego statt, die dafür komplett gemietet wurde. Ein 1961 gebautes Frachtschiff, das heute das größte, fahrtüchtige Museumsschiff der Welt ist. Ein tolles Schiff, ein toller Abend, ein intensiver, toller Tag!

Hier hinten die Elbphilharmonie, der Berliner Flughafen Hamburgs…

Dann ein Blick durch die Brücke…

Und das faszinierendste, der voll einsatzbereite Motor der Cap San Diego. 9 Zylinder, jeder 680 l Hubraum, bei 118 Umdrehungen der Kurbelwelle werden 40 Tonnen Schweröl in 24 h verbrannt, die den Kahn auf 20 Knoten fahren lassen.

Hier im Bild die Einspritzanlage:

Hier im Hintergrund einer von drei Abgasturboladern, im Vordergrund die Zylinderdeckel (jeder 2,5t schwer).

Ok, ich werd jetzt schnell noch packen, dann auf zur letzten Session der Konferenz und dann in Ruhe nach Hause! Wünsch Euch einen tollen Tag…

Prof. Dietman Harhoff: „Uneingeweihte bekommen beim Lesen von Patenten Kopfschmerzen!“ #EPOPIC2012

Hamburg, 7:02, 399

Heute Nacht habe ich an einem Stehstich, einem Pult gestanden und ein Freund hat alles versucht mich dort weg zu bekommen, er hat es nicht geschafft. Das ist alles, was ich nach wieder sehr kurzer Nacht erinnere von meinen Träumen.

Eine Version meines Manuskriptes ist fertig, aber auch diese Rede werde ich so wohl nicht halten. Das Manuskript ist die Vorbereitung, der Fallback, wenn ich vor Aufregung einen Blackout haben werde. Ich halte mich nicht für einen guten Redenvorleser, ich werde vielleicht nie einer sein. Um 2 Uhr, nach dem Mittagessen geht es erst los. 6h lang darf ich noch durchhalten, mein Energieniveau hoch halten, mich auf das Adrenalin freuen und weiter an Einleitung, Geschichten und Beispielen feilen.

Ich überlege, ob ich erst mal ein Foto machen soll, wenn ich auf die Bühne geklettert bin, wie ich meine Botschaft am besten rüber bringen kann, was ich betonen soll. Mir fallen ständig Formulieren ein, die ich aufschreiben möchte, damit sie nicht verloren gehen. Dann wieder versuche ich heraus zu finden, was eigentlich meine Kernbotschaft ist? Ja sicher, es geht um Wandel, um Trends, ums Internet. Aber was genau? Was möchte ich eigentlich damit erreichen? Woher kommt die Motivation? Woran würde ich merken, wenn ich erfolgreich, wenn ich ein guter Redner gewesen wäre?

Gestern habe ich mir die Eröffnung angeschaut, erst die drei Politiker: eine Staatssekretärin auf dem Justizministerium, Birgit Grundmann; der Präsident des Europäischen Patentamtes Benoît Battistelli und die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes Cornelia Rudloff-Schäffer.

  

Beim EPO waren die Amts eigenen Themen: Maschinenübersetzungen mit Googles Hilfe und die neue Klassifikation Corporate Patent Classification – CPC bestimmend, aber es fielen auch Open Standards und der Satz public access to all the data is very important. Na immerhin.

Für das DPMA war ELSA, die elektronische Schutzrechtsakte, das bestimmende Thema. ElSA sei ein voller Erfolg, man würde nun die Vorteile der Digitalisierung geniessen: schneller, effizienter, weniger Fehler (hahaa!), geringerer Aufwand. Sicher, es gab Gegenwind bei der Einführung, eher eine steife Brise, aber nun sei alles gut, so die Präsidentin. Aufgrund von ElSA würde man bei der neuen CPC nicht mitmachen können, dabei raufte sich die Präsidentin die Haare, es würde zu viel Zeit und Personal kosten „Wir können uns das nicht leisten. Wir verfolgen das genau, wenn die Kunden davon einen Mehrwert haben, werden wir später einsteigen“ waren ihre genauen Worte. Oje! Und ja, ich bemerkte später, dass die beiden Patentamtschefs nicht gemeinsam zu Abend gegessen haben. 😉

Dann zwei tolle Keynotes, einmal von Prof. Dietman Harhoff, der die Kontroversen um das System anheizte, er erzählte locker, dass das 500 Jahre alte Patentsystem schon so einige Kontroversen überlebt hätte, so auch die aktuellen. Das System sei ein Vorläufer der Globalisierung, heute aber eher vermintes Gelände, es gehe eher um ein Wettrüsten, um Angriffe abwehren zu können und nicht mehr um eine ökonomisch sinnvollere Förderung von Forschung und Entwicklung.

 

Sein schönster Satz war: Uneingeweihte bekommen beim Lesen von Patenten Kopfschmerzen!

Er sprach aber auch über Open Innovation und Patentqualität sprach. Er fragte unter anderem wie gut die europäischen Schutzmauern gegen Softwarepatente wirklich halten würden?  Patenämter waren früher grosse Zettelkästen und heute seien sie IT Hochburgen, aber werden sie auch Trendsetter bei Big Data?

Er sprach auch darüber, dass dem heutigen System die sozialen und ökonomischen Anreize fehlen würden, zum Beispiel Einspruchsverfahren auch wirklich zu nutzen und erzählte von den vielversprechenden Crowd Sourcing Plattformen wie Article One Partners, der er Bounty Hunter nannte.

Soziale Medien können bei den Aufgaben der Ämter helfen, deren Hauptaufgabe nicht die Patenterteilung sei, sonderen die Zurückweisung, da Monopole nur sehr zurückhaltend gewährt werden sollten. Aber das System ist fuer informierte Dritte = (Amateuere) heute nicht attraktiv! Das ist genau meine These meines Vortrages, dankeschön!

Dann Volker Smid, dem Geschäftsführer von HP Deutschland, die weltweit über 37.000 Patente hätten. Er sprach über Big Data, darüber dass heute etwa 1,8 Zettabyte digitale Daten existieren würden (1.800 Exa = 1.8 Mio Peta = 1.8 Mrd Terabyte), 80 % davon öffentlich und 85% davon unstrukturiert im herkömmlichen Sinne.

Er legte eine Folie auf, was heute in 60 Sekunden in sozialen Netzwerken so abgehen würde, mit 695.000 Facebook Status Updates, 698.000 Google Suchen und 98.000 Tweets, nur die 168 Mio eMails die in 60 Sekunden versendet werden würden, können nicht stimmen. Da hat er sich vertan… kann schon mal passieren.

Sein Fazit: kauft Software von Autonomy, das kann diese unstrukturierten Daten durchsuchen, Meaning Based Computing würde die Zukunft sein. Und der zweite Ratschlag: betrachtet Eure Rechenzentren als Private Clouds und schliesst diese zusammen, dann wird alles gut. Schaaade.

Hier noch ein Eindruck von der Abendveranstaltung im alten Börsensaal der Handelskammer Hamburg.

Nun geht bald los… bitte drückt mir die Daumen!

 

 

Corporate Patent Classification und Global Legal Status sind die die alten, neuen Themen auf der #EPOPIC2012

Hamburg, 7:50, 398

Was habe ich heute Nacht doch bloss geträumt. Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich mich beim Aufwachen erinnert habe. Aber mein Vortrag morgen übernimmt sofort grosse Teile meiner Kapazität. Ich konnte gut meditieren und war eben für einen kurzen Spaziergang an der Alster und der hat sich doch gelohnt.

Ich hadere natürlich wieder mal mit meinem Konzept, vermisse den roten Faden und packe die 30 Minuten vielleicht zu voll. Habe mein Manuskript gestern noch bis Mitternacht ausformuliert, würde sagen es sind 85% damit fertig. Es werden so etwa 4.000 Worte werden, die auf die Teilnehmer einprasseln. So viel zumindest habe ich beim Probelauf auf englisch gesprochen, was ich dank Julia, die den Mitschnitt für mich transkribiert hat, überhaupt nur weiss.

Gestern im Vorprogramm der Konferenz fand der Superworkshop für Expertuser statt. Ein tolles Forum, von Dr. Peter Kallas, BASF schon zum 10. mal vorbereitet, organisiert und souverän moderiert. Meine Themen und Fragen zu Open Data sind leider zu kurz gekommen, über eine Stunde lang wollten alle über die neue Taxonomie –die Corporate Patent Classification– sprechen, die ab 1. Januar 2013 vom EPO und dem USPTO zur Klassifikation aller ihrer alten und neuen Patente benutzt werden wird.

Eines der größten, amtsübergreifenden Projekte der letzten Jahre. Über 60 IT-Systeme werden allein beim EPO dafür gerade angepasst. Über einen Zeitraum von 2 Jahren wird das USPTO seine eigenes Klassifikationssystem zugunsten des IPC basierten, neuen hierarchischen Systems aufgeben und wird nach den zwei Jahren ihre alte Klassifikation nur noch für Planzen und Designpatente verwendet werden.

Ebenfalls erwähnt wurde die IT Roadmap des EPO, mit der nun alles besser werden wird. Endlich kann das Amt in neue Themen wie zum Beispiel Mobil, investieren und hat nicht nur das Geld für den Erhalt der bestehenden Systeme, so die optimistischen Aussagen der Politiker des EPO.

Zum Schluss des Workshops gab es noch einen Ausflug zum Thema Federated Register oder Global Legal Status, also dem Rechtstand, der Gültigkeit von Patentdokumenten, einem Thema, bei dem die Professionals der Szene sehr leidgeprüft sind, da es keine einheitlichen Datenbanken oder Standards gibt, um überhaupt den Status eines Patentes verlässlich online überprüfen zu können.

Fazit: ich hab mich wie bei einer Mission Control Session einer Marsmission der Nasa gefühlt. Absolute Expertenthemen, absolut komplexe Fragestellungen und Herausforderungen mit Auswirkungen auf die Arbeit von tausenden, wenn nicht zehntausende von Menschen auf der ganzen Welt. Es scheint, hier wird sich wieder eingemauert…

Aber nun geht’s gleich ab zur Discussion Round Open Data, die vom famosen Rob Willows von Thomson Reuters moderiert werden wird. Ich bin sehr gespannt… und werde hier berichten!

Wann stellen wir Patent Professionals unter Naturschutz?

Hamburg, 7:13, 397

Heute Nacht habe ich von einer Bestechung geträumt. Ich habe leicht geschlafen, war viel wach und habe meinen Traum erlebt und mir dieses Wort gemerkt. Es ging um ein Stehpult auf dem etwas lag, das einem Mann Schwierigkeiten machte und alle weiteren Details habe ich leider vergessen, egal wie sehr ich mich anstrenge.

Gestern Nachmittag bin ich los hierher, habe eine schöne Autofahrt im Regen genossen und dann der Crew von Meissner Expo beim Aufbau der Konferenz zugeschaut:

Und danach sehr überraschend Rupert Mayer getroffen der aus Berkeley eingeflogen ist, um sein nagelneues ipfolio.com vorzustellen: ein IP Managament System, welches komplett cloud basiert ist und auf Amateure, also auf die grosse Massen zielt. Toller Ansatz, realisiert mit Salesforce‘ Cloud Development Platform (übrigens benutzen wir einen Teil davon: Heroku auch bereits für unsere Neuentwicklung).

Hier geht die Konferenz gleich mit jeder Menge Trainings los. Die Trainingsräume waren gestern schon fertig, der Rest befindet sich auch jetzt noch im Aufbau.

Ich werde gleich noch am Manuskript meiner Rede für Mittwoch sitzen, auch wenn mich einige der Trainings schon reizen würden. Am Nachmittag dann der Super User Workshop. Mal schauen, ob auf meine zu spät abgesendeten Fragen eingegangen werden kann. Wenn nicht, auch ok – morgen vormittag gibt es eine eigene Diskussion Round zum Thema Open Data, dort klappt das dann ganz bestimmt.

Heute morgen bei der Meditation hatte ich zwei provokante Gedanken für meine Rede. Mich reizen diese Patentkonferenzen, also die PATINFO und die EPOPIC hier sehr zum Widerspruch, zum aufmüpfig sein, zur Provokation. Warum, weiss ich nicht so genau. Es scheint die gewisse Selbstzufriedenheit, die Selbstgewissheit und Perfektion einer  langen Tradition der Veranstaltungen zu sein, die mich herausfordert. Es ist der zufriedene, beharrende Teil der mich stört.

The system that breaks is not the system that repairs it.

Schreibt Adrian Chan in seinem Gravity7 Blog heute morgen. Er meinte damit das von Sandy heimgesuchte New York, dessen Technik und Infrastruktur zusammen gebrochen ist und nicht mehr funktioniert und das darunter liegende -sehr agile, schnell reagierende soziale Netz der Menschen freilegt- welche reagieren und die schlimmsten Katastrophen verhindern und nun reparieren. Ja, das System Technik könnte noch sicherer sein und Fehler verhindern oder ausgleichen, aber es sind Menschen die es bauen und die zusammen entscheiden müssen, welchen Aufwand sie dafür betreiben wollen.

So ähnlich ist es hier mit der Patent Informations Szene. Vielleicht gibt es die Lösungen für die Probleme auch nicht auf dieser Konferenz, auch nicht innerhalb des Systems.

Denn ein Teil der Probleme, die der Legitimität mal aussen vor gelassen, liegen in der Schwerfälligkeit in der Langsamkeit der Adaption von neuer Technik und Infrastruktur. Aber zum Glück gab es noch kein #Sandy in der Patent Industrie. Wir können einfach so weiter machen wie gestern. Die Dämme und Leitungen haben doch alle bisherigen Stürme ausgehalten, es wird schon klappen, so schlimm wird es schon nicht werden.

Die Presseverlage in Deutschland fordern bereits lautstark seit Jahren einen neuen Damm, ein Naturschutzgesetz, das Leistungschutzrecht. Sie wollen auf die rote Liste der aussterbenden Arten gesetzt werden, damit der Staat ihr Überleben und Auskommen auch in Zukunft sichert, sie schaffen das nicht mehr alleine, denken sie.

Vorhin bei der Meditation habe ich also überlegt, wie es wäre, wenn die Patent Anwälte, Patentdatenprovider und Rechercheure auch ein solches Leistungsschutzrecht für ihre Leistungen zusätzlich zum Patentrecht fordern würden, um das Auskommen ihrer Berufsstände zu sichern? Das wäre sicher sehr spassig!

Aber wisst ihr was, ich habe die Befürchtung, dass irgendwo schon jemand von der Industrie im Justizministerium ein und aus geht, um genau so etwas in den nächsten Koalitionsvertrag aufnehmen zu lassen. Aber zum Glück ist Thomson Reuters, FIZ oder Questel nicht Springer und somit bleibt ein solcher Lobbyismus in meiner Branche nur eine dunkle Ahnung, die niemals wahr wird (obwohl, Lexis Nexis würd ich’s zutrau… *psst* Arne!;). Falls ich jetzt jemanden auf eine Idee gebracht haben sollte, streite ich jedwede Verantwortung dafür ab.

Der zweite Gedanken, bei dem ich überlege, ob ich ihn in meinen Vortrag einbaue, basiert auf einer Frage zu meiner These, dass die Zukunft der Branche darin liegt, Amateuren den Zugriff auf Patent Informationen zu erleichtern und zu gewähren: Wie können denn Amateure, unsere ach so fortschrittlichen Patente und die Beschreibungen darin überhaupt verstehen, das ist und bleibt einfach etwas für Spezialisten?

Heute morgen kam mir eine Idee: es gibt etwas x00.000 Apps für Smartphones, die von hunderttausenden Menschen ausgedacht, spezifiziert, programmiert und dokumentiert worden sind. Spezialisten, Professionals und Non-Professionals – die Programmierer – schaffen etwas für Nicht Programmierer. So ähnlich, wie Ingenieure und Patentanwälte Produkte schaffen und schützen.

Niemand verlangt von mir als Nutzer, dass ich erst eine Schulung für eine App besuche oder veranstaltet, wie das EPO heute morgen, kostenpflichtige Trainings und Schulungen zu Ihrer Benutzung. Es ist auch nicht so, dass ich ein Programmierer sein muss, um sie benutzen zu können. Ich brauch nur ein Smartphone, Internet und kann die Früchte der Arbeit anderer kosten.

Sicher, wie jeder Vergleich hinkt auch dieser, aber manche Patent Professionals denken wirklich, dass sie sich einigeln können und dass -wenn sie die Dämme der Komplexität nur hoch genug bauen- sie jeden Sturm überstehen werden, dass sie nicht an die Leute da draussen denken brauchen, die mit ihrer Arbeit leben müssen und sie finanzieren. Aber genau das denke ich eben nicht!

So, nun aber: noch ein weitere Aufbaubilder: hier das grosse Wilkommensschild, welche über dem Konferenzbereich hängen wird.

Da hinten, hinter den 500 Stühlen wird die Bühne aufgebaut werden… *grrrr* 😉

Ich wünsche Euch einen schönen Start in Eure neue Woche!

Impressionen aus 5 Jahren EPO Patent Informations Conference #EPOPIC2012

Berlin, 6:48, Tag 396

Heute Nacht habe ich einen Krimi geträumt. Eine schwarze G-Klasse V12 von Brabus war verwickelt, herrlicher Klang, ungeheure Power. Erst hat das Auto mich im Anhänger oder Bus sitzend gezogen. Und selbst mit 100km/h wurde ich beim Beschleunigen noch in die Sitze gepresst. Dann wurden Leute entführt oder sogar umgebracht und das schöne Auto musste sofort verschwinden. Die Söhne der türkischen Familie der Autoschieber und eventuellen Mörder, mit denen ich es hier zu tun hatte, kriegte ihn tatsächlich nach Hamburg überführt. Trotzdem war der Vater stinksauer über die Probleme. Ich blieb allein zurück. Wenig später hatte ich ein Mittagessen mit L. im Nachbarort Sırı. Vorher fing mich eine Familie ab, die aus Berlin beauftragt worden sei, sich um mich zu kümmern. Sie lasen aus einem Briefing vor, welches für deutsche Geschäftsleute in der Türkei entwickelt worden war… ich wachte auf.

Eben war ich wieder in Stralau, diesmal nur mit dem iPhone und nur hinten am Palmkernspeicher. Eine meditative Fahrt mit dem Auto. Dabei versucht nichts zu denken und jede Ampel, jede Kurve, jedes Rollen, Anfahren, Schalten, Bremsen bemerkt. Autofahren als Achtsamkeitsübung. Sehr zu empfehlen.

Meine Rede für Mittwoch ist fertig und doch nicht fertig und ich überlege, heute schon nach Hamburg zu fahren. Dann habe ich morgen noch den ganzen Tag zur Vorbereitung in Ruhe im Hotel der anderen, fremden Stadt. Manchmal möchte ich noch einsamer sein, als ich es an Wochenenden hier schon bin. Gestern war ich allein bis auf ein paar Begegnungen am morgen im Café. Heute wieder und dann morgen auch noch, einen Tag mehr als üblich, das könnte interessant werden.

Dann werde ich in den darauffolgenden drei Tagen der Konferenz viel, sehr viel Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen haben. Ich mochte die Stimmung dort immer schon sehr. Jedes Jahr war es anders, intensiver, jedes Jahr woanders.

Mein erstes mal: 2007 in Riga, ich noch voll verstrahlt, habe ich nur für die Nacht gelebt.

Und meinen Namen auf einem Ahnenschild in einer Kirche entdeckt und A. bei einem Spaziergang kennen gelernt, was mir Jahre später erst wieder eingefallen ist.

Merke grade, wie schlecht meine Telefonkamera damals noch war. Man nix aber auch gar nix lesen, es gab auch noch keine GPS Daten, ich würde die Kirch nicht mal wiederfinden. Krass, mir kommt das vor wie früher, wie in einem anderen Leben und es sind doch nur knapp 6 Jahre her…

2008 dann in Stockholm ein Jahr später alles ganz anders, mit dem ersten iPhone habe ich dort Kaffee  und Latte Art entdeckt und Stephan und Richard näher kennen gelernt…

Und einen tollen, kühlen Abend im Stockholmer Rathaus verbracht…

Und das erste mal wirklich Vollkontakt auf der Konferenz und so viele aus der Szene, wie noch nie vorher kennen gelernt.

Weiter dann 2009 im grossartigen Biarritz u.a. Christoph übern Weg gelaufen…

Und Wellen und Sturm fotografiert…

Und ganz ergreifende Gespräche bei Spaziergängen, auf der Konferenz und im Hotel geführt. Es war die Zeit, kurz nachdem ich aufgehört hatte, Alkohol zu trinken und Zigaretten zu rauchen…

Dann, ein Jahr später 2010 -im schönen Lausanne– bei einem Spaziergang am See u.a. erstmals länger mit Günther gesprochen. Und wir bekamen unseren ersten Auftrag vom EPO. Die mündliche Zusage gabs auf der Konferenz von diesem Herren hier…

Der Abend in einer Schweizer Burg am Genfer See war unglaublich! Es gab einen Kamin, so gross wie mein Büro…

Das Hotel hatte eine Dachterrasse, auf der es Frühstück gab und ich konnte frierend meine Sonnenaufgangsbilder für Instagram machen, welches gerade vor ein paar Tagen gestartet war.

Ach und dann! Letztes Jahr in Kilkenny kamen mit Open Data und Google Patent Search erstmals auch meine Themen näher. Hier der google.com/patent Chef, Jon Orwant bei seiner Rede.

Und wir waren sogar in der Lokalzeitung mit unserer Konferenz…

…und dem wohl grossartigsten Pubcrawl aller Zeiten!

Und in diesem Jahr in Hamburg darf ich auf die Bühne. Was für eine Geschichte!

Ok, der Post hat jetzt ganz schön lange gedauert. Aber ich habe schon wieder rumgesbastelt nebenbei und mit Freunden einen Tee getrunken. Nun aber! Wünsche Euch mit einem Bild von vorhin…

…noch einen ganz wunderbaren Restsonntag!

Sechs Fragen zu Open Data und Patent Informationen…

Istanbul, 7:38, Tag 385

Heute Nacht habe ich einer unerfahrenen jungen Familie mit ihrem Baby geholfen. Ich wollte es füttern, aber bei der Zubereitung des Breis ging alles schief, statt eines gesunden Mixes liessen sich nur einzelne Bestandteile in die Schale befördern, so dass entweder nur Flocken oder nur Honig darin war. Sollte ich dem Baby nur Honig geben? Die Eltern waren mit ihrem Gepäck beschäftigt, ich wollte Fotos der ersten Stunden machen. Im nächsten Moment konnte das Baby schon erste Worte sprechen, ich wunderte mich sehr darüber. Mein Traum endete damit, dass ich einem Bekannten auf seiner Baustelle zusah, die sich an einer Mauer über einem Biergarten befand, den er dort illegal für die Handwerker betrieb. Ich hörte an der Mauer stehend ein Notstromaggregat brummen, aber scheinbar befanden sich die Gäste im Schallschatten… ich wachte wieder zeitig vor dem Wecker, trotz späten Zubettgehens, auf und freute mich über ein ruhiges Aufstehen. Heute hat Aleyna schulfrei.

Gestern habe ich einen Vortrag vorbereitet, den ich vielleicht Ende November halten darf. Mal was Neues für mich: denn es sind drei kurze Standup Acts geplant, beim jährlichen Abendessen des gesamten Managements eines Handelskonzerns und dann am nächsten Morgen die Auflösung in einem halbstündigem Vortrag mit Diskussion. Wieder zu meinem Thema Digitaler Wandel. Drückt mir mal die Daumen, dass ich den Auftrag bekomme.

Dann habe ich auch ein paar Fragen zu Open Data und Patent Informationen entwickelt, die -wenn ich Glück habe- in dem Super User Workshop auf der Patent Informations Conference des EPO auf die Agenda gelangen. Daneben gibt es noch eine eigene Open Data Discussion Round auf der Konferenz, bei dem wir sicher ganz ähnliche Fragestellungen diskutieren werden.

  1. Gibt es beim DPMA/in Deutschland Planungen für ähnliche Initiativen wie die data.epo.org Initiative des Europäischen Patentamtes?
  2. Gibt es Planungen seitens des BMJ in den verschiedenen eGovernment Initiativen des Bundes/der Länder die Patent Informationen zu positionieren, wenn nein, wie könnte dies erreicht werden?
  3. Sind Vertreter vom BMJ oder dem DPMA/dem EPO im IT Planungsrat vertreten? Wenn nein, wie könnte eine Teilnahme erreicht werden.
  4. Es gibt Planungen im BMI für ein ebenübergreifendes Online Portal für Open Data, dessen Prototyp im Januar 2013 bereit gestellt werden soll. Werden Patent Informationen, die elektronische Akteneinsicht oder andere Verwaltungsdaten des DPMA/Bundespatentgerichtes oder des BMJ in diesem Portal bereit gestellt werden? Wenn nein, wie könnte das erreicht werden. (s.a. Link zur Studie Open Government Data Deutschland)
  5. In der Studie wird das amerikanische Pilotprojekt „Peer to Patent“ als Beispiel für Bürgerbeteiligung bei der Bearbeitung von Patentanträgen zweifach erwähnt. Gibt es Planungen/Überlegungen für ein ähnliches Portal auf europäischer, deutscher Ebene? Wenn ja, wie und wo könnte eine solches Portal angesiedelt sein?
  6. Gibt es Überlegungen im DPMA, EPO, ARPAD, PUIG oder PATCOM sich in Vereinen wie Government 2.0 Netzwerk Deutschland oder Open Knowledge Foundation Deutschlandzu engagieren, die mit populären Initiaten wie Apps für Deutschland oder Frag den Staat bzw. mit Veranstaltungen wie den Münchner Open Government Day (MOGDy) mit organiseren?

Der Super User Workshop hat eine sehr große Aufmerksamkeit und Reichweite in der Szene, ich bin schon gespannt, wie das Thema in diesem Jahr in der Szene weiter vorankommt. Die Patent (Information) Professionals halten sich für Vorreiter der Open Data Bewegung, da die Patent Informationen schon seit Anbeginn öffentliche Daten sind, denn Patentschutz wird nur nach der Publikation der Details der Erfindung gewährt.

Und eigentlich wollte ich es heute mit meinem Traum bewenden lassen und nur zwei Bilder posten. Einmal von gestern Nacht: da gab es hier ein superlanges, lautes, helles Gewitter. Meine Aussicht ist nicht so toll und ich habe bemerkt, dass ich keine Ahnung von Gewitterfotografie habe. Beim einzigen, richtig nahen Blitz, habe ich vor Aufregung die Kamera verrissen.

Und das zweite, weil das Gerüst an unserem Haus endlich abgebaut wurde und ich wieder freie Sicht auf den Sonnenaufgang habe. Nun kann ich mich wieder aufs Möwen fangen konzentrieren.

So ist es nun aber irgendwie viel besser! Wieder mehr Stoff zum Nachdenken, wieder ein Stück Text mehr zu  meinem Thema in der Welt hier draussen zu lesen. Das mag ich!

Und mit einem vorfreudig, gespannten Lächeln wünsch ich Euch einen wunderschönen Tag!