Schwerer Start

Berlin, Tag 1112

Heute zeitig hoch, Routine abgespult. Unruhige Nacht gehabt.

Ein schwerer trauriger Tag ist nun schon rum, der Sonnenuntergang eben hat ein wenig entschädigt.

Das Büro ist ja im gleichen Hof, wie unsere Wohnung. Zum Feierabend gehe ich manchmal um drei Blöcke, um das Gefühl eines Heimweges zu haben, eines Unterbrechers, etwas Zeit zum runter kommen, zum um schalten.

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Eine Zäsur, ein Ende, ein Scheitern führt eigentlich immer zu etwas positivem, zu etwas Neuem und ist Grundvoraussetzung dafür.

Die Enttäuschung, Angst und Traurigkeit, die wir beim Tod (eines Projektes) empfinden, schneidet uns von dieser positiven Seite ab. Wir können sie nicht sehen, sind nicht offen, sondern zu. Expandieren nicht, sondern alles zieht sich zusammen, wird eng und schwer.

Diese Grundeinstellung zu ändern, ist sehr einfach und doch unendlich schwer. Wollen hilft da nicht. Konzentration, Verstehen, Aushalten, Loslassen und dann lächelt es mich meist schon wieder an und die Ideen sprudeln wieder, der Mut, ja Übermut kommen zurück.

Und Morgen ist’s sowieso schon wieder ganz anders.

Veröffentlicht von Arne Krueger

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