Tag 1014

Bad Saarow, 8:54

Schreibmeditiere kaum noch. Schreibe mehr Tagebuch. Auch ok. Heute habe ich schön geträumt. Jedenfalls bin ich mit diesem Gedanken aufgewacht. Wir haben uns fürs Wochenende verzogen, wieder an den Scharmützelsee. Schon einen schönen Sonnenaufgang und das Frühstück genossen.

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Ausbrechen aus den Routinen. Darum geht es grade. Justiere ständig neu. Versuche mich zu finden, immer noch. Meine Zeit irgendwie achtsam, sinnvoll zu verbringen. Oft fällt das schwer. Die Interaktionen, die die Gefühle, die Gedanken auslösen, einfach zu erleben.

Wenn ich dann mal eine kleine Distanz aufbauen kann, mich beobachte in der Welt, dann sehe ich die Abstrusität, die Komik, die Künstlichkeit. Manchmal bemerke ich dann, wie ich nicht lebe, sondern gelebt werde. Und gleichzeitig spüre ich, wie viel Potential doch vorhanden ist, wieviele Möglichkeiten in jedem Augenblick stecken.

Ich hab so ein Glück! Bin gesegnet, umgeben von Überfluss. Ruhe, Ordnung, Regeln, Verlässlichkeit. Das Chaos in mir, ist so ein Luxus.

Letzte Woche habe ich vorgetragen, dass der Vergleich nicht zu Erfolg führen kann. Heute sitze ich hier, und ich vergleiche und empfinde Dankbarkeit und sehe -im Vergleich- wie gut es mir doch geht, wieviel ich erreicht, wieviele Möglichkeiten ich habe, glücklich zu sein. Was für eine Chance steckt doch in jedem erfolgreichen Scheitern.

Habe grade keine Angst vor Verlust dieser Ordnung, dieses Lebens. Es ist immer alles schon vorhanden. Es ist alles so ok, wie es ist. Ob es zerfällt oder entsteht, ist irrelevant. Es sind nur zwei Seiten, der gleichen Medaille, der unglaublichen Tatsache, des am Leben zu sein.

Wünsch Euch voller Dankbarkeit ein schönen Start in dieses Wochenende!

Veröffentlicht von Arne Krueger

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