Tag 991

Berlin, 6:26

So, jetzt gehts besser! Gestern morgen war nochmal etwas schlümmschräg und ich doch so müde, aber der Vorstellungstermin lief auch sehr gut, das All Hands danach mal ein ruhiges, etwas flacheres (von meiner Seite). Wir hatten einen Gast geladen, die Chefin unseres zweitgrößten Kunden und Partners, und langjährige Bekannte und Freundin. Auch haben wir seit dem Frühjahr eine Tradition, entweder zu grillen oder ein Buffet aufzubauen und so einmal im Monat nicht nur ein gemeinsames Treffen, sondern auch ein gemeinsames Essen zu haben.

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Heute Nacht habe ich gut und entspannt geschlafen, bin wieder zeitig hoch. Habe über Disziplin bei der Arbeit nachgedacht. Komme zu keinem wirklichen Schluss grade. Habe grade auch ein Video eines Menschen gesehen, der sich für diszipliniert hält und viel arbeitet, auch wenn man keine Lust hat, wenn man müde ist. Frage mich sofort nach dem warum? Denn das muss meiner Meinung nach stimmen. Disziplin und Arbeit darf, nein! kann doch nicht Selbstzweck sein?

Ich hab ja viele Ideen, viele Vorstellungen und bin meist unruhig, rastlos und unzufrieden mit dem Status vieler Projekte in meinem Leben. Ich könnte ein so viel besserer Drohnenpilot sein, könnte mich viel besser mit Videoschnitt auskennen, meine Homepage hier könnte so dramatisch verbessert werden, die Homepage unserer Firma auch, das Intranet müsste, das Mitarbeitexcel könnte, die Auftragsliste müsste, meine Vorträge könnten endlich mal Online stehen, der nächste Vortrag ist nur angedacht, für die nächste Konferenz sollte ich mich vorbereiten.

Das nun alles in ToDo Listen und Termine zu kippen, ist eine Sache. Das dann abzuarbeiten, wie ein Roboter *räusper* wie ein disziplinierter Mensch, ist eine andere.

Es kämpfen hier zwei Werte miteinander. Mein Freiheitsdrang, also mein jetzt nicht auch noch selbst einzuschränken durch gestrige Pläne. Und mein Wunsch erfolgreich, anerkannt, produktiv zu sein, also Dinge zu tun, fertig zu machen, etwas zu schaffen, etwas sinnhaftes, richtiges zu tun.

Ich plane und strukturiere ganz gerne, aber werfe diese Pläne eigentlich sofort nach Fertigstellung wieder weg, versuche sie los zu lassen. Wohl deshalb kann ich mich selbst, auch nicht als diszipliniert beschreiben. Würde nie auf den Gedanken kommen.

Aso, hier also noch der Link zum Video, bei dem ich über Disziplin, also Arbeit als Mittel gegen Prokrastination gestolpert bin (gleich das erste im Artikel;).

Wünsch Euch einen erfolgreichen Donnerstag!

Veröffentlicht von Arne Krueger

co-founder of http://mtc.berlin · info tech service provider · zazen · horsemanship · photography

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