Tag 984

Istanbul, 7:30

Heute Nacht von James Altucher und Gaby geträumt. Energisch aufgewacht und von zwei wunderbaren Artikeln (danke Tony:) begrüsst worden. Die muss ich hier einfach gleich verlinken und kurz erklären.

Im ersten Artikel von Ryan Ferguson, geht es um unsere Gewohnheiten und warum und wie schwer es manchmal ist, sie zu ändern. Ein Thema, das auch mich schon lange begleitet. Wir haben schon immer alle Informationen, alles Notwendige, um bestimmte Ziele zu erreichen. Aber wir schaffen es zu oft nicht. Einmal liegt das an unseren überhöhten Erwartungen selbst. Aber andererseits auch daran, dass wir den unangenehmen Gefühlen ausweichen wollen. Die Zirkel, in die das führen kann und die der Autor beschreibt, kenne auch ich nur zu gut.

Im zweiten, dazu schön passenden Artikel von Jason Fried, geht es um Konsum, unsere Art irgend etwas (Zucker, News, Arbeit, Geschäftkigeit) zu konsumieren und abhängig davon zu sein. Wenn man es schafft, auf die ein oder andere Droge eine Zeit lang zu verzichten, merkt man erst, was da in seinem eigenen Leben bisher los war. Erinnert mich an Luis CKs Stück, in dem er erzählt, dass er niemals Drogen nimmt, denn wenn er dann mal welche nimmt, machen sie soooo viel mehr Spass, ansonsten hat er doch einfach nur ein weiteres Problem in seinem Leben.

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Arbeite gleich an meiner Now Liste. Habe das vor einer Weile schon mal gemacht, einfach aufzuschreiben, was grad wichtig ist, was ich grad erreichen, erledigt haben möchte. Die Liste liegt schon fertig in meiner Kladde und passt gut hier her oder woanders hin, auf jeden Fall möchte ich sie elektronisieren.

Gestern kam trotz Ausschreibung und Vorstellungsrunde und dem Auftragsexcel und den anderen Themen ein Vortrag in drei Wochen wieder hoch, den ich noch nicht fertig vorbereitet habe. Als ich aber heute morgen aufgestanden bin, die beiden Artikel gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob es wirklich jetzt, heute wieder wichtig ist, diesen Vortrag vorzubereiten, oder ob es nicht andere Dinge gibt, die dran sind.

Die Aufregung des öffentlichen Auftritts, diese Gefühle ziehen mich weg von Themen, die jetzt dran sind. Sie lassen mich schon schaudern, vor der eventuellen Blamage, es ist die Vorfreude auf das Lampenfieber, auf das Adrenalin. Und damit überdecke ich die beiden Termine nächste Woche, damit entziehe ich mich hier diesem Moment.

Dazu gibt es noch einen dritten Artikel von Gunnar Sohn über Wolf Lotter vo der BrandEins, der mich erinnerte, wie auch ich, wie wir mit unseren Computern umgehen. Das Umfeld des Vortrages spricht nicht für ihn, aber ein paar Gedanken finde ich trotzdem sehr sehr spannend. Habe bemerkt, dass ich in meiner verhunzten, übervollen Keynote letztes Frühjahr, versucht habe, genau darüber zu sprechen.

Es geht um die Rückkehr zur Konzentration, sagt Wolf Lotter dabei. Computer sollen uns die Zeit frei machen, damit wir wieder geistig arbeiten können und uns nicht beschäftigen. 

Alo, wünsch Euch einen konzentrierten Tag voller Denken ohne Ablenkung!

 

Veröffentlicht von Arne Krueger

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