Im Moment sein

Berlin, 6:41, Tag 925

Heute ist Schulanfang für unsere Kleene. Bin etwas aufgeregt für sie, aber sie macht das schon. Das erste mal Füller, Turnbeutel und Pausenbrot. Gab es in der Türkei nicht.

Sonst ist  nicht viel passiert, wir haben weiter geräumt und geplant, einen Fahrradausflug übers Tempelhofer Feld gemacht. Danach Indisch gegessen, Kuchen im Golightly hinterher. Ruhiger Sonntag. Die neue Woche, die nun bevor steht, ist die erste im neuen Setup.

IMG_8586

Bin doch wieder hoch aufs Dach über den angelehnten Notausgang. Habe auch oben meditiert. Die Temperaturen sind grad genau richtig. Für im T-Shirt früh um 6 draussen sitzen. Wunderbar.

Die Gedanken flogen nur so von Thema zu Thema. Die Rückkehr zum Atem, zu diesem Moment, weg von den Träumen, Sorgen, Wünschen, Wollen, Müssen ist immer wieder ein Erlebnis.

Immer wieder merke ich, dass das viele Denken, Erinnern, Planen meine Unruhe, meine Ungeduld ausmacht. Und genau dort lasse ich meine Energie. Da liegt die Reserve. Da liegt alles Potential.

Wenn ich dort oben sitze, brauche ich nichts weiter tun, als die Wolken und die aufgehende Sonne betrachten.

Wenn ich die Treppen runterkomme, brauche ich an nichts anderes denken, als das Treppen steigen.

Wenn ich hier sitze, brauche ich nichts anderes tun, als in mir zu lesen.

Alles hat doch seine Zeit.

Unser zurück Erinnern können, unser vorwärts Denken können macht alles oft so kompliziert. Es ist oft kein Tool für mich, sondern Last. Weil ich es zu viel mache. Nicht in Balance bin, nicht auf dem Mittelweg gehe. Immer wieder in die Extreme abdrifte.

Und weil das so ist, hole ich jetzt Schrippen. Und tue nur das. Versuche, alles zu sehen, was mir dabei passiert. Einfach nur das. Nicht mehr. Und nicht weniger!

Wünsche Euch einen achtsamen Tag.

Veröffentlicht von Arne Krueger

co-founder of http://mtc.berlin · info tech service provider · zazen · horsemanship · photography

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: