Businesskrams zum Sonntag

Noch Istanbul, 7:32, Tag 917

Heute Nacht hat es hier zum Abschied geregnet. Ein schönes Rauschen und Trommeln begleitete mich durch den Schlaf.

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Gestern haben wir hier ruhig ausklingen lassen. Keine Highlights, keine dramatischen „das letzte Mal dort hin“ Abschiede. Obwohl mir schon nach Drama war. Gleich geht es langsam los. Der Flieger ist um 12, ganz locker.

Am Vormittag hatte ich mich komplett durchchecken lassen. Alles iO. Keine Auffälligkeiten. Wir sehen uns in einem Jahr, Arne bey. Ohja, das ist gut.

Dann fing ich noch etwas zu lesen an. Habe mich auf die Drucker Essentials gestürzt. Gab viel Wiedererkennen, aber auch ganz viel Druck. Hah! Wirklich. Ich merke beim Lesen von solchen Businessbüchern immer, was ich alles noch machen, messen, managen könnte. Das macht mir meist keine gute Laune. Ich nehme mir dann oft vor, jetzt alles richtiger zu machen. Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, sollte ich das besser lassen. Ich lerne. Und gut.

Dann hab ich bei Mark Suster in einem furchtbaren Artikel über zu viel Geld für Startups eine schöne Grafik gefunden, die Anfängergeist erklärt. Also so erklärt, dass man das ohne grosse Provo- oder Irritation in einem Kundenmeeting oder auf einer Konferenz zeigen kann.

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So viele von uns bleiben beim Hazard hängen, sie sind der festen Überzeugung, zu wissen und die richtige Lösung zu haben. Und erst danach beginnt der wahre Experte, der wieder bescheiden anmerkt, eigentlich noch immer am Anfang zu stehen und nichts zu wissen. Einfach weil er realisiert, wie ach wie viel mehr es noch gibt. Sehr schönes Ding, oder?

Damit schicke ich Euch mal in Euren Sonntag! Geniesst den Tag.

Veröffentlicht von Arne Krueger

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Ein Kommentar zu “Businesskrams zum Sonntag

  1. Gerade erarbeite ich mir Ihre Beiträge rückwärts. Schande über mich! …? Oder auch nicht. Ich speichere sie wenigstens, damit ich sie in einer ruhigen Minute lesen kann. Die Anfängergrafik. Ja. Gestern habe ich mich noch in einem Meeting gefragt, ob der spezifische Arbeitsansatz, den wir hier in einem Diagnostikinstrument seit …20 Jahren (?) vertreten, wirklich der „wahre Jakob“ ist. Ein Mitbewerber geht ähnlich lang genau andersherum vor. Mein Gefühl dabei: Ich weiß genügend Argumente und Gründe für unseren und für seinen Weg. Doch kenne ich mich wirklich aus oder bin ich selbst nicht vielmehr eine weiterhin Lernende, die Materie Ergründende?

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