Achtsamkeit eröffnet Möglichkeit

Berlin, 6:50, Tag 901

Mal wieder zeitig hier sitzen und schreiben. Bin noch oben, die Waschmaschine läuft schon, die warte ich noch ab. Muss etwas sparsam mit dem Treppen steigen sein, glaube ich.

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Eben auf dem Dach beim Sonnenaufgangsfoto, habe ich einen kurzen Moment der Dankbarkeit über meine Augen empfunden. Was für unglaubliche Technik. Wenn man in die Sonne geschaut hat und dann die Augen schliesst, bleiben ein paar leuchtende Sonnenflecken zurück, die langsam verblassen. Man kann die Mechanik fühlen, wenn man die Augen hin und herbewegt, auch das Klappens der Augenlider, was für eine harmonisch, schnelle Bewegung!

Achtsamkeit!

Diese kleine OP am Fuss gestern hat alle meine Pläne ganz schön durcheinander gewirbelt. Auch hier gibt es wieder den Impuls, der Dankbarkeit. Ich fliege morgen trotzdem ins Sommerhaus.

Vergebung war das Thema am Nachmittag! Wie schaffen wir es, uns selbst und anderen unsere Schwächen und Fehler zu vergeben? Wieso halten wir an alten Verletzungen fest? Wieso wollen wir Ausgleich, Entschuldigung, Wiedergutmachung vom und im Aussen, von Anderen?

Wir sind soziale Wesen. In der Interaktion mit einander können wir offen kreativ konstruktiv sein, oder aber auch nicht. Es gibt Momente, in denen es kippt, in denen die Entscheidung in die ein oder andere Richtung fällt. Mir fällt wieder Victor Frankl ein.

Aber ich gehe gleich wieder raus aus dem Thema. Ziehe das Leben diesem süchtig machenden Analysieren, sich Vertiefen, Reflektieren vor.

Es ist genau diese Entscheidung, um die es geht!

Diesen bewussten Akt, seinen Impuls zu erkennen und dann seine Wahlmöglichkeit wahr zu nehmen. Das erwartet das Leben einfach von uns, dass wir uns für das Gute, das Richtige entscheiden. Was auch immer das im Moment sein mag!

Wünsch Euch einen achtsamen Freitag!

Veröffentlicht von Arne Krueger

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