Verbindungen

Berlin, 5:59, Tag 846

Heute Morgen bin ich müde aufgestanden. Und ich wurde auf dem Dach belohnt, fürs Aufstehen. Es entstanden Verbindungen. Ich wurde berührt, erinnert und gefühlt. Ein halbe Stunde bewunderte ich das Schauspiel, die Krähen, die Schwalben, die Spatzen. Eine Elster schaute zu.

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Seht ihr Sie?

Gleich ist unser mtc All Hands, ich springe zwischen den Slides und dem Blog und sitze schon in der Lounge, räume auf. Versuche, meine Gedanken zu fokussieren.

Aber was war gestern? Ein Treffen am Nachmittag hat all meine Sinne, all mein Denken erfüllt und alles andere überschrieben. Von 0 auf 100 in einem Augenblick. Ein Blick in die Augen reichte. Ein suchender, ein offener Blick. Der Kapitalist war gar kein Kapitalist, sondern nur eine Vorstellung, eine Illusion. Wie beeindruckend schön, wenn ich meine Illusionen als solche auch erkennen kann.

Mein Suchen nach Bedeutung, nach dem Warum, um mich und diese Firma auszurichten, fit zu machen, gesund zu erhalten, zu entwickeln und zu fördern, bestimmte den Tag. Für diese Aufgabe, diese Suche brauche ich Verbündete, Gleichgesinnte, Gefährten, Freunde, die wissen und in ihren Worte übersetzen können, was ich nicht für Jeden immer richtig ausdrücken kann.

Diese Aufgabe ist zu gross für mich allein, diese Aufgabe kann mein Intellekt nicht lösen, nur in Gemeinschaft, nur zusammen ist dies möglich. Wir sind soziale Wesen. Wir leben durch die Verbindung zu anderen Menschen. Von Herz zu Herz, nicht Kopf zu Kopf.

Mein Ego hat dort keinen Platz. Diese Vorstellung von einem eigenständigen, abgetrennten Selbst, einem Arne, der nur herausfinden muss, welche Worte, welche Slides, welche Bilder, welche Geschichten er erzählen muss, um das Leid zu lindern, den Weg zu zeigen, ist die größte Illusion.

Es ist immer alles schon vorhanden, was wir brauchen.

Es gibt keinen Unterschied zwischen wollen und brauchen. Es ist das gleiche Sehnen nach einem erfüllten, vollständigen Leben in uns allen vorhanden. Es ist die gleiche Furcht vor unserer eigenen Lebenskraft, vor dem, was wir alles könnten, wenn wir denn nur wüssten wie, in uns vorhanden. Ich spüre das und weiss es doch nicht.

Nicht zu wissen, nicht zu werten.

Aushalten, was ist und nicht ist.

Liebevoll, freundlich Handeln.

Das ist der Weg! Das ist mein Weg, auf dem ich gehen möchte. Das ist der Weg zu einem erfüllten Leben, zu einem Erfolg im Leben der weit über alles hinaus geht, was wir uns jetzt vorstellen können.

Die Verbindung zu unsere Geschichte, zu unseren Vorfahren, zu unseren Erfahrungen ist der Schatz, das Fundament, die Ausgangsbasis von allem. Wir haben schon alles, was wir brauchen und wollen. Wir müssen es nur sehen, nur wahrnehmen, nur spüren.

Es geht darum, unsere Aufmerksamkeit, unser Gewahrsein zu zulassen, die Konzentration zu üben, die nötig ist, um sehen zu können, wie unendlich reich wir sind, wie unendlich vielfältig wir sind, wie wir in jedem Moment die Chance haben, das jeweils richtige zu tun.

Philosophisch! Ich bin mir grade selbst zu philosophisch. Die Worte fliesen aus mir raus, doch ihre Bedeutung erfasse ich noch nicht.

Wünsche Euch nichts wissend, einen wunderbaren Tag.

Veröffentlicht von Arne Krueger

co-founder of http://mtc.berlin · info tech service provider · zazen · horsemanship · photography

Ein Kommentar zu “Verbindungen

  1. Also nee, da dachte ich: Arne hat All hands und vorher nicht gepostet … dabei hast Du nur zwei Tage nacheinander die gleiche Überschrift 😀
    Ich wünsche Dir auch einen wunderbaren Tag!
    🙂 Antje 🙂

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