Kurzurlaub

Nizza, 7:17, Tag 804

Heute Nacht wurde ein Tal komplett in eine Stadt umgewandelt. Überall standen Kräne und entstanden Hochhäuser. Habe mich an Istanbul erinnert gefühlt. Ein Stausee wurde gerade gefüllt, als ich mit einem Taxi am linken Ufer des noch leeren Sees vorbei fuhr. In meiner Küche versteckte sich eine kleine Katze. Ihre Mutter schaute am offenen Fenster gerade nach dem Rechten. Ich versuchte, sie wieder raus zu bugsieren und fand dabei immer mehr kleine Katzen und wachte zeitig auf.

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Nach dem gestrigen aufregenden Morgen auf der Konferenz haben wir unseren Kurzurlaub dann wirklich begonnen. Wie das bei Kurzurlauben so ist, fällt mir das Loslassen schwer. Das schlechte Gewissen beim Mitlesen von Mails. Das bewusste dagegen entscheiden, etwas jetzt zu tun. Das Verschieben auf die Rückkehr, erschweren das zusätzlich, damit erschwere ich mir das hier zusätzlich.

Die Küste hier ist aber grossartig. Im vollen Frühling, knapp 20 Grad, laues Lüftchen, nette Leute, wenig Verkehr, optimale Jahreszeit. Sogar am Strand könnten wir rumliegen.

Meine Morgenroutine kriege ich grad nicht hin, fühle mich dadurch untermeditiert. Das ist so ein Gefühl der emotionalen und gedanklichen Unsauberkeit. Wir haben die Größe des Zimmers gegen den Ausblick getauscht. Dadurch nutze ich den fehlenden Raum und den Schlaf meiner Mädels als meine Ausrede.

Das so als kurzer Zwischenstand! Jetzt schalte ich den Out-of-Office Agent ein. Hoffe, dann wird der Tag entspannter und klappe auch hier zu.

Wünsch Euch einen angenehmen Mittwoch.

Veröffentlicht von Arne Krueger

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