Dialog im Kopf

Istanbul, 6:58, Tag 796

Heute Nacht habe ich zu wenig geschlafen. Bin mittendrin mal in einem phantastischen Traum aufgewacht. Als ich dann viel zu spät um kurz vor 6 wach wurde, hat der Schreck wohl gleich den Traum geschluckt.

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Der Tag beginnt wieder unruhig. Ich plane, nehme mir viel vor, lass mir selbst wenig Platz. Wenn ich mich von irgend etwas davon tragen lasse, bereue ich es. Fühle mich überfordert von allem. Keine Zeit für nichts. Sollte, hätte, könnte, müsste.

Ständiger Dialog im Kopf.

Dann, wenn ich aufgebe und mich ergebe in den Moment, dann kommt Ruhe auf. Eine Erinnerung an Ruhe in der der Meditation in meinem Körper. Eine Erinnerung an: Du schaffst das schon. Eine Erinnerung an: alles ist gut, wie es ist.

Dann, wenn ich aufgebe und mich ergebe in den Moment, dann kommt Zuversicht auf. Eine  Erinnerung an Zuversicht in der Meditation in meinem Körper. Eine Erinnerung an: Du schaffst mehr, als Du glaubst. Eine Erinnerung an: alles ist gut, wie es wird.

Wenn der Dialog im Kopf mal stoppt, scheint alles gut. Im Moment sein, ist die Konzentration auf meinen Atem, auf meinen Gang, auf meinen Körper. Das holt mich zurück, raus aus dieser Illusion des Dialoges. Raus aus diesem Fluss der ständigen Gedanken, raus aus dem Werten, dem Wollen, was nicht ist und dem Ablehnen, was ist.

Und dann gibt es Momente, in denen ich meine Unruhe, den Dialog im Kopf, einfach annehmen kann. Ohne ihn stoppen zu wollen. Und ohne mich von ihm davon tragen zu lassen. Das ist dann richtig grossartig, dann leuchtet irgend etwas, dann krieg ich Gänsehaut…

Mit diesen losen Gedanken wünsch ich Euch einen ruhigeren Start in Euren Tag!

Veröffentlicht von Arne Krueger

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Ein Kommentar zu “Dialog im Kopf

  1. Guten Morgen, am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende;)

    Du machst das schon! Gruß aus Berlin.

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