Überblick über die türkische Sprache

Dieser Sprachensteckbrief Türkisch lief mir vor zwei Wochen über den Weg. Ein einfacher und verständlicher Überblick über die türkische Sprache mit vielen Hinweisen auf weiterführende Literatur.

Das, was mich am Türkischen am meisten beeindruckt, ist das völlig Anders sein. Zum Beispiel gibt es keine Artikel, kein grammatikalisches Geschlecht und das Wort „haben“ ist auch nicht existent.

Für mich ist das die erste Sprache, die ich lernen möchte, die nicht germanischen oder slawischen Urspungs ist! Englisch, Russisch, Tschechisch, Polnisch kenne ich ziemlich gut und Urlaubsspanisch kann ich auch ein wenig.

Türkisch ist sehr regelmässig und eigentlich einfach, wenn man das Prinzip der Agglutinierung einmal verstanden und ein paar Wortstämme gelernt hat. Was ist aber „Agglutinierung“? Viele syntaktische Formen werden durch das Anhängen von einer oder mehreren Endungen an die Wortstämme gebildet.

Zum Beispiel:
ev                    Haus
evde                 zu Hause, im Haus
Evdeler             Sie sind zu Hause.
evinizde            in Ihrem/eurem Haus
Evinizdeyiz        Wir sind in Ihrem/eurem Haus.

Türkisch und Deutsch haben sich über Zeit auch gegenseitig beeinflusst: köşk → Kiosk, kadı → Kadi, şalter → Lichtschalter. Unglaublich, oder?

Den Sprachensteckbrief hat das österreichische Erziehungsministerium unter der Website: http://www.sprachensteckbriefe.at/ veröffentlicht.

Der Autor, Mümtaz Karakurt, ist vielleicht auch durch seinen aufsehend erregenden Rechtsstreit über die Diskriminierung ausländischer Arbeitnehmer bekannt, der es bis vor den UN-Menscherechtsausschuss gebracht hat.

Veröffentlicht von Arne Krueger

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