Agressionshandel

Alles im Leben – Privat oder Beruflich – hat damit zu tun, wie persönliche Bedüfnisse befriedigt werden können. Psychologische Theorien, wie die Transaktionsanalyse (Spiele der Erwachsenen) hin oder her… ich denke, alles – aber auch alles – erklärt sich über dieses Prinzip. Jeder Mensch braucht „etwas“ zum Leben. Nahrung, Wärme, Kühle, Nähe, Abstand, Annerkennung, Ablehnung, Trost geben oder Trost empfangen und vieles, vieles mehr.

Nun haben Menschen die Eigenschaft entwickelt, anderen Menschen weh zu tun, um Ihre Bedürfnisse befriedigt zu bekommen. Dieses ist an sich aber völlig Gemscheinschaftschädlich. Als soziales Wesen, mit sozialen Bürfnissen, ist der Mesnch nun äusserst geschickt darin, die zu zu fügenden Schmerzen zu verstecken. Indirekt, schwer zu erkennen, laufen solche Verletzungen ab.

Mit genügender Bewusstheit gelingt es, im Alltag diese verteckten Gewalttaten zu entdecken. Der nächste Schritt ist die Wandlung. Die Lösung für ein entspannteres, zufiriedeneres Leben ist es nämlich, solche Gewalttaten durch Verhandlungen zu ersetzen. Dies ist sehr einfach. Statt mit Gewalt auf die Erfüllung eines Bedürfnisses zu dringen, gelingt es durch eine einfach Verhandlung, genau gleich effizient – aber weitaus angenehmer, entspannter.

Aber Bedürfnisse entstehen oft spontan, aus der Situation heraus. Wichtig zu wissen ist es dabei, dass Bedüfnisse sich über einen Zeitraum x entwickeln – genährt und unterstützt oder ausgezehrt und abgelehnt. Genau wie kleine Akkus, die bei Überladung explodieren – so kommt es aber vor, dass wir von einem Bedüfnis explosionsartig überfallen werden oder das Interesse an etwas völlig erlahmt. Hier hilft Bewusstheit nur begrenzt weiter, da wir – meist unser Körper – unbewusst bereits agiert hat. Seine eigene Körpersprache zu lesen, kann auch keine Lösung sein. Sich selbst zurück zu nehmen, funktioniert aber meist. Die Niederlage, im Moment unbefriedigt zu bleiben, die ist schnell überwunden durch das Gefühl, einer Verletzung entgangen zu sein bzw. sie nicht begangen zu haben.

Momente später können dann aber gerne sofort Verhandlungen beginnen. Man stellt sicher, dass der andere für den Moment befriedigt war. Man erläutert kurz, dass man doch eben, vorhin Gewaltfreiheit über die eigenen Bedürfnisse gestellt hat – und kann nun sogar eine Gegenleistung zur eigenen Bedürfnisbefriedigung verlangen… 😉

Veröffentlicht von Arne Krueger

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